12.04.2020 16:11 |

Zahlen zur Pandemie

68% der weltweiten Corona-Opfer starben in Europa

Weltweit ist die Zahl der Corona-Toten mittlerweile auf über 110.000 Menschen gestiegen. Rund 68,2 Prozent davon - derzeit bereits über 75.000 Menschen - starben nach einer SARS-CoV-2-Infektion in Europa. Das Virus besiegelt eine Zeitenwende in der internationalen Politik.

Was Europa betrifft, so entfielen laut aktueller Daten der Johns-Hopkins-Universität 80 Prozent der 75.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 auf die Länder Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Weiterhin am stärksten betroffen ist Italien mit rund 19.468 Toten. Die 108-jährige Luisa Zappitelli hatte angesichts der dramatischen Lage einen österlichen Rat für ihre Landsleute parat: „Ich empfehle euch, bleibt zu Hause!“, mahnte die betagte Dame (siehe auch Video oben).

In Großbritannien starben bisher 9875 Paqtienten. „Im Vereinigten Königreich werde die Todesrate möglicherweise aber bald die höchste sein“, sagte der Direktor der Londoner Wellcome-Stiftung. Boris Johnson wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der britische Premier hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und war vor einer Woche eingeliefert worden.

In Spanien ist die Zahl der Corona-Todesfälle wieder stärker angestiegen: 619 Menschen starben binnen 24 Stunden, insgesamt kostete die Krankheit dort bereits 16.972 Menschen das Leben. Zuvor waren am Samstag 510 Tote gezählt worden - was zumindest eine Abschwächung beim Anstieg der Todesfälle den dritten Tag in Folge bedeutet. Die Zahl der neu gemeldeten Infektionen stieg auf knapp über 166.000.

In Frankreich (13.832 Todesfälle) war die Zahl der Covid-19-Patienten am Samstag den dritten Tag in Folge rückläufig. Auch die Zahl der Menschen, die binnen 24 Stunden infolge von Covid-19 starben, ging zurück. Die Behörden gaben am Samstag 640 neue Todesfälle in Kliniken und Altersheimen an. Insgesamt verzeichnet Frankreich nach offiziellen Angaben 13.832 Tote und über 131.000 Infektionen.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) um 2821 auf 120.479 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 129 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internetseite mit, 2673 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

USA: Über 500.000 Infizierte
In den USA lag die Tageszahl mit 1877 Toten am Samstag wieder etwas unter der 2000er-Marke, die noch am Tag zuvor überschritten worden ist. In dem Land mit seinen 330 Millionen Einwohnern gibt es auch deutlich mehr bestätigte Infektionen mit dem Virus als in jedem anderen Staat der Welt: Der Johns-Hopkins-Universität zufolge sind es bereits mehr als eine halbe Million Infektionen, über 20.600 Menschen starben. Präsident Donald Trump wandte sich via Twitter an die katholische Bevölkerung und wünschte allen „happy easter“.

Mehr Geld für Impfstoffentwicklung
Bill Gates rief indes die G-20-Staaten auf, mehr Geld für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus bereitzustellen. Die G-20 sollten mit einem „wirksamen finanziellen Engagement nicht länger zögern“, schrieb der Microsoft-Gründer.

China: Neuer Höchststand importierter Fälle
China ist besorgt über den Zustrom von infizierten Reisenden, die von Russland in die Grenzstadt Suifenhe in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang kommen. Ein Team von 15 Experten machte sich am Sonntag von Peking auf den Weg nach Suifenhe nahe der russischen Hafenstadt Wladiwostok, unter anderem, um Testmöglichkeiten auszuweiten.

In Österreich ist die Entwicklung hinsichtlich der Corona-Ausbreitung und ihrer Folgen einigermaßen stabil. Bisher gab es in Österreich knapp über 13.800 positive Testergebnisse auf das Coronavirus, über 350 Personen starben an den Folgen der Infektion, rund 7000 sind wieder genesen.

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