Schwerer Raub

Mit gezücktem Messer Silvester-Kracher erbeutet

Burgenland
10.03.2026 19:38

Prozess in Eisenstadt: Ein 18-Jähriger verlor die Beherrschung, weil ein paar Burschen Böller in seine Richtung geschossen haben sollen. Das Messer will er zufällig eingesteckt gehabt haben. Weiters angeklagt waren drei junge Syrer, die bei der Tat zumindest zugeschaut haben, ohne einzugreifen. 

Die drei jungen Syrer auf der Anklagebank haben zwei Gemeinsamkeiten: Alle wurden am 1. 1. geboren. Und alle sind amtsbekannt in Österreich: Der Älteste (16) wegen Einbruchs und Diebstahls – er sitzt in U-Haft. Der eine 15-Jährige wegen des Knackens der Kassa eines Zeitungsständers. Der andere wegen eines Skiunfalls. Da hat sich allerdings herausgestellt, dass er nicht schuld war. Ergo ist er unbescholten.

Dem Trio, jeder wohnt in einer sozialen Einrichtung im Burgenland, wird zumindest Beitragstäterschaft vorgeworfen. Heißt so viel wie: Bei einem kriminellen Akt dabei sein, zuschauen und nicht einschreiten. So geschehen am 31. 12. 2025.

Man traf einander gegen 16 Uhr am Bahnhof Wiener Neustadt. Mit von der Partie ein einschlägig vorbestrafter Türke (18), ein Bekannter des 16-jährigen Syrers. Der sagt beim Prozess am Landesgericht Eisenstadt: „Ich habe in einer Stunde locker zehn Plastikbecher Wodka-Orange getrunken. Ich vertrage das nicht so gut.“

„Give me Pyro!“
Die Burschen gingen in den Stadtpark, wo eine Gruppe Jugendlicher um 19 Uhr Böller schoss. Und zwar: „Eindeutig in unsere Richtung“, so der Türke, der sich „provoziert“ fühlte. Rein zufällig hatte er ein Messer eingesteckt, das er zückte und jenem, der die Feuerwerkskörper gezündet hatte, vor den Bauch hielt. Der Dialog ist rasch erzählt: „Give me Pyro!“ – „No, no, no!“ Also griff der Türke zu und schnappte sich 40 Kracher, während die Syrer hinter ihm mit Landsleuten aus der anderen Gruppe diskutierten. Man ging auseinander.

Urteil nach neun Stunden
Nach rekordverdächtigen neun Verhandlungsstunden verkündet die Vorsitzende des großen Jugendschöffengerichts: Der Türke, aus der U-Haft vorgeführt, fasst wegen schweren Raubes eine Zusatzstrafe in Höhe von zweieinhalb Jahren unbedingt aus. Der zweite U-Häftling, der 16-Jährige, bekommt wegen minderschweren Raubes acht Monate bedingt. Der Zeitungsständer-Knacker und der Skifahrer dürfen heimgehen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt