29.03.2020 05:39 |

Verpflichtung zum Test

130 Kärntner werden für Corona-Studie getestet

- Aktuell 239 Corona-Infizierte in Kärnten
- Aus Osttirol 87 bestätigte Corona-Fälle gemeldet
- Acht genesene Corona-Patienten in Kärnten
- Quarantäne in Heiligenblut endet heute
- Dieser Artikel wird laufend aktualisiert!

In einem sogenannten „epidemiologischen Großtest“ der Statistik Austria werden in dieser Woche insgesamt 2000 Personen aus ganz Österreich auf das Coronavirus getestet. Der Auftrag kommt vom Bund. Die ausgewerteten Proben sollen einen Einblick in die Dunkelziffer der Infizierten geben. Die Teilnehmer werden repräsentativ ausgewählt und schriftlich verständigt - sie sind verpflichtet, teilzunehmen.

Corona-Tests in Kärnten: Kapazitäten aufgestockt
“In Kärnten werden 130 Personen für die Studie getestet“, informiert Landeshauptmann Peter Kaiser. Im Vorfeld der Studie wurden die Test-Kapazitäten aufgestockt und Testkits nachbestellt. Jeden Tag werden mindestens 300 Corona-Tests duchgeführt, im Lebensmittelinstitut des Landes können nun statt täglich 30 sogar 60 Proben analysiert werden.

Bestätigte Corona-Fälle in Kärnten aktuell: 239

  • Klagenfurt: 45
  • Klagenfurt Land: 32
  • Völkermarkt: 39
  • Wolfsberg: 26
  • St. Veit: 32
  • Feldkirchen: 8
  • Villach: 13
  • Villach Land: 27
  • Spittal: 16
  • Hermagor: 1

Gute Nachrichten: Schon acht Corona-Patienten genesen
Der Sonntag bringt gute Nachrichten: Bereits acht Corona-Patienten in Kärnten sind wieder genesen. Es geht ihnen gut und sie gelten wieder als vollkommen gesund. Damit gibt es weit mehr Genesene als Corona-Tote in unserem Bundesland. Bisher sind zwei Menschen - beide mit teils schweren Vorerkrankungen - in Kärnten an den Folgen des Coronavirus gestorben. Derzeit zählen wir in Kärnten 239 Erkrankte, in Osttirol sind es 87.

Bewohner eines Seniorenheimes infiziert
Aus Osttirol werden aktuell 81 Corona-Erkrankte gemeldet. Alarm gibt es in einem Seniorenheim in Lienz: Nachdem zwei Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt wurden, sind auch elf Bewohner an Corona erkrankt. Laut Heimleitung werden sie in einem abgegrenzten Wohnbereich betreut. Folgende Maßnahmen wurden zur Versorgung der infizierten HeimbewohnerInnen bereits umgesetzt:

  • Einbindung der Gesundheitsbehörde
  • Schaffung eines eigenen abgegrenzten (isolierten) Wohnbereichs
  • Organisation einer Medizinischen Versorgung durch einen eigens zugeteilten Mediziner (Internist)
  • Ärztliche Unterstützung durch das Bezirkskrankenhaus Lienz
  • Organisation eines speziell geschulten Pflegeteams
  • Organisation einer psychologischen Unterstützung für die BewohnerInnen, deren Angehörigen und die MitarbeiterInnen
  • Beschaffung von zusätzlichem Versorgungsmaterial

UKH-Mitarbeiter infiziert
Im UKH der AUVA in Klagenfurt gibt es einige bestätigte Corona-Fälle unter der Belegschaft. Entgegen ersten Informationen dürften sich die vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht bei einem externen Arzt angesteckt haben - der betroffene Arzt war immer gesund und es bestand bei ihm zu keinem Zeitpunkt ein Verdacht auf eine Covid-19 Infektion. Den Erkrankten geht es den Umständen entsprechend gut, sie befinden sich in Heimquarantäne.

Von der AUVA heißt es, dass alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche Symptome einer Erkältung zeigen werden umgehend isoliert, in Quarantäne gebracht, getestet und an die Behörde gemeldet. Alle Patientinnen und Patienten werden umgehend isoliert und an die Behörde gemeldet. Alle Kontaktpersonen der letzten 48 Stunden vor Ausbruch einer Erkrankung (jeglicher Art) werden identifiziert und ebenfalls in Quarantäne gebracht.“ So werde auch in Krisenzeiten die Sicherheit der Patienten garantiert.

Quarantäne in Heiligenblut aufgehoben
Nach zwei Wochen und einem Tag wird die Quarantäne in Heiligenblut heute aufgehoben: Seit 7.30 Uhr sind Ein- und Ausreise wieder möglich. Mehr dazu hier.

„CarinthiJA 2020“ auf Eis gelegt
Aktuell erhalten 286.000 Kärntner Haushalte mittels Postwurf eine Information des Landes zum Thema Corona. Umdisponiert hat das Land in Sachen „CarinthiJA 2020“. Alle Veranstaltungen liegen auf Eis und werden auf Herbst verschoben. Reservierte Plakatflächen werden anders genutzt: Mit einer Kampagne will das Land mahnen, die Corona-Maßnahmen ernst zu nehmen.

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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