17.03.2020 21:13 |

Aber weniger schnell

Zahl der Corona-Toten in Italien steigt weiter

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien wächst weiter, allerdings weniger schnell als in den vergangenen Tagen. Am Dienstag wurden 2503 Todesfälle gemeldet, das sind 345 mehr als am Montag. Am Montag war die Zahl der Todesopfer noch um 349 Personen gegenüber dem Vortag gestiegen. Zugleich werden nach dem Tod zweier Postangestellter wegen Covid-19 die Rufe nach einer Schließung der Postämter lauter.

Die Zahl der Infizierten stieg um 2989 Personen auf 26.062, teilte der italienische Zivilschutz bei einer Pressekonferenz in Rom am Dienstag mit. Am Vortag war die Zahl der neuen Infizierten um 2470 Personen größer geworden. 2941 Personen sind inzwischen genesen.

Zahl der Todesopfer in Lombardei weiter gestiegen
In der Lombardei, die von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Region Italiens, stieg die Zahl der Todesopfer auf 1640, das sind 220 mehr als am Montag. Die Zahl der Infizierten lag nun bei 16.220. 879 Personen lagen in der Lombardei auf der Intensivstation, das sind 57 mehr als am Vortag. Mehrere Patienten aus der Lombardei wurden in Spitäler der Nachbarregionen eingeliefert.

Vor dem Friedhof von Bergamo, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Lombardei hatte sich am Montag Leichenwagen an Leichenwagen gereiht.

Die Lombardei warnte, dass es keine Plätze mehr auf den Intensivstationen der lombardischen Krankenhäuser gebe. Der viermalige Premier Silvio Berlusconi spendete zehn Millionen Euro für die Errichtung eines Krankenhauses mit Intensivstationen auf einem ehemaligen Mailänder Messegelände.

Schließen jetzt auch Italiens Postämter?
Nachdem zwei Postangestellte in der Provinz Bergamo an Covid-19 starben, fordern die Gewerkschaften die Schließung aller Postämter in Italien. Die beiden Todesopfer hatten bis vor wenigen Tagen in zwei Gemeinden der Provinz Bergamo gearbeitet. „Schluss, jetzt ist die Zeit gekommen, die Postämter zu schließen“, hieß es in einer Presseaussendung des Gewerkschaftsverbands CGIL.

Hunderttausende Kontrollen der Ausgangssperre
Die italienische Polizei kontrollierte im Zuge der seit einer Woche geltenden landesweiten Ausgangssperre Hunderttausende Menschen. Vom 11. bis 16. März seien mehr als 838.000 Menschen überprüft worden, teilte das Innenministerium am Dienstag in Rom mit. Mehr als 35.500 wurden angezeigt. In Italien gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre.

Man darf nur zum Arbeiten oder Einkaufen nach draußen. Jeder muss auf einem Formular den Grund für seinen Ausgang erklären, zum Beispiel wenn er ins Büro muss. Allerdings umgehen einige Menschen auch die Sperre, indem sie Gassigehen mit Hunden unnötig ausdehnen oder vermehrt Einkaufen und Joggen gehen.

Airlines droht das Geld auszugehen
Die italienische Regierung will indessen die seit Jahren kränkelnde Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen, deren wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise massiv verstärkt wurden. Wegen der Covid-19-Krise sind weltweit unzählige Flüge ausgefallen, Airlines in aller Welt haben dadurch massive Einbußen. Sie leiden wegen der Absage von Kongressen, Urlaubsreisen und der Schließung von Grenzen ganz besonders unter der Pandemie. Vielen droht das Geld auszugehen.

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