06.03.2020 18:52 |

91 Länder betroffen

Coronavirus: Weltweit schon 100.000 Infizierte

Die Zahl der weltweit diagnostizierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Seit Donnerstag wurden 2492 neue Fälle registriert. Der leitende Notfall-Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mike Ryan, bezeichnete es als „falsche Hoffnung“, dass das Virus wie eine Grippe im Sommer einfach so verschwinden werde.

Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP lag die Zahl am Freitagnachmittag bei 100.002 Infektionen in 91 Ländern rund um den Globus, 3406 Menschen starben bislang an Covid-19.

In Italien steigt die Zahl der Toten auf 197 Fälle
In Italien nimmt die Zahl der Todesopfer und Infizierten wegen der Coronavirus-Epidemie weiter zu. Die Zahl der Toten stieg am Freitag von 148 auf 197, das sind 49 mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Covid-Infizierten kletterte um 620 Fälle auf 3916, sagte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli bei einer Pressekonferenz in Rom. 523 Personen sind inzwischen wieder genesen. Das Durchschnittsalter der Todesopfer lag bei 81 Jahren. Die Toten litten in fast 90 Prozent der Fälle bereits an einer oder an mehreren anderen Krankheiten. 

Italien hat wegen der Coronavirus-Epidemie drastische Maßnahmen ergriffen und am Mittwoch die Schließung aller Schulen und Universitäten im Land zunächst bis zum 15. März beschlossen. Italien ist das in Europa am schwersten vom Ausbruch von SARS-CoV-2 betroffene Land. In allen 20 italienischen Regionen wurden bisher Infektionsfälle gemeldet. 

EU: „Prüfen verschiedene Hilfen für Mitgliedsstaaten“
Ein EU-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Europäische Kommission prüfe verschiedene Hilfen für Mitgliedsstaaten. Ausnahmen bei den strengen Regeln zu staatlichen Beihilfen für Unternehmen würden erwogen. Es gehe auch um Finanzierungen durch die Europäische Investitionsbank. Die Überlegungen seien aber noch in einem frühen Stadium.

Trump gibt 8,3 Milliarden Dollar für Maßnahmen frei
US-Präsident Donald Trump gibt 8,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 7,3 Mrd. Euro) für Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA frei. Er setzt mit seiner Unterschrift ein entsprechendes Ausgabengesetz des Kongresses in Kraft. Mehr als drei Milliarden Dollar der Summe sollen in die Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen, Tests und Therapeutika fließen.

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, mahnte die Politik, in der Krise kühlen Kopf zu bewahren. Es sollten nicht panikartig Maßnahmen ergriffen werden, bevor sich ein klareres Bild ergebe, sagt er dem Sender CNBC. Die Trump-Regierung bevorzuge zielgerichtete Maßnahmen statt Konjunkturspritzen. Die Regierung sollte nach Ansicht Kudlows im Kampf gegen die Krise „nicht mit Bargeld um sich werfen“.

USA lagern Dollarscheine aus Asien mehrere Tage lang ein
Die USA lagern Dollarscheine aus Asien für sieben bis zehn Tage ein. Erst danach würden sie bearbeitet und wieder in den Geldkreislauf eingespeist, sagt eine Sprecherin der US-Notenbank Fed. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Scheine im Wert von rund 1,75 Billionen Dollar sind im Umlauf, ein bedeutender Teil davon in Asien. In den zwölf regionalen Fed-Banken wird das Bargeld auf Echtheit und Qualität geprüft, verschlissenes Geld wird vernichtet und durch frische Banknoten ersetzt.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.