Streit ums Geld

Verkauf des Stiftes in Spital am Pyhrn geplatzt

Der Verkaufsvertrag ist schon fertig gewesen, 600.000 Euro Bankgarantien waren gegeben, 203.500 Euro sollten in die Gemeindekasse fließen. Doch in letzter Sekunde ist der Schnäppchen-Verkauf des ehemaligen Stifts Spital am Pyhrn geplatzt. Nach dem Nein der ÖVP-Fraktion gegen SPÖ- und FPÖ-Ja hängt im Gemeindeamt der Haussegen schief.

Vor drei Jahren hatte die Gemeinde das Stift von den Bundesforsten um 440.000 Euro erstanden, jetzt wollte man zumindest 200.000 Euro dafür. "Das wurde erreicht, auch ein Konzept für die Nutzung des Areals für Wohnungen und Büros", sagte Immobilien-Makler Gerhard Graßegger.

Im Mai waren sich die Gemeinderatsfraktionen auch noch einig, dem Verkauf zuzustimmen. Doch bei der Sitzung am 6. Juli sagte die ÖVP "Njet", damit fehlten zwei Stimmen zur nötigen Zweidrittelmehrheit. "Eine Willkür der ÖVP-Fraktion. Jetzt drohen die Käufer abzuspringen", ärgert sich SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Briendl. ÖVP-Obmann Herbert Gösweiner kontert: "Es gab dann noch zwei Angebote, die zuerst geprüft werden müssen, ehe wir zustimmen."

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