Amag-Werk Ranshofen

Dioxin-Werte heizen Debatte um Aluöfen an

Morgen, Mittwoch, steigt die nächste Runde der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau des Amag-Werks in Ranshofen. Die Bürgerinitiative schöpft Hoffnung, das Schmelzofen-Projekt noch verhindern zu können. Unter anderem, weil die Umweltanwaltschaft auf dem Werksgelände giftiges Dioxin fand.

Firmenleitung gelassen
Gelassen gibt sich die Amag-Firmenleitung vor der morgigen Verhandlung zur Werkserweiterung. „Fakt ist, dass wir uns bei den Vorgaben an Punkt und Beistrich halten werden und dies auch stets getan haben“, erklärt Pressesprecher Leopold Pöcksteiner vor der zweiten Verhandlungsrunde in der Arbeiterkammer Braunau.

Amag möchte Kapazitäten erweitern
Worum geht es? Die Amag möchte die Kapazitäten zum Schmelzen von Aluminium und Gießen von Walzbarren erweitern. „Bei der Auswahl der Anlagen wurde auf höchste umwelttechnische Standards geachtet.
Das Ausbauvorhaben ist in einer bestehenden Produktionshalle, in der bereits zwei ähnliche Gießanlagen betrieben werden, geplant“, versteht Pöcksteiner die Proteste nur bedingt.

Bürgerinitiative befürchtet gesundheitliche Risiken
Denn die Bürger-Initiative „Gesunde Zukunft“ läuft seit Monaten dagegen Sturm. „Statt 370.000 Tonnen Aluminium sollen dann fast 500.000 Tonnen durch Lacke, Kunststoffe, Farben und Öle stark verschmutzter Schrott verarbeitet werden“, befürchtet Angela Baumgartner noch mehr gesundheitliche Risiken.

Umgebung mit Schwermetallen belastet
„Die Umweltanwaltschaft stellte bei Untersuchungen im Werksgelände eine starke, giftige Dioxinbelastung fest. Und unsere Gärten, Wiesen und Felder sind ebenfalls schon jetzt mit Schwermetallen belastet!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Sonntag, 25. Oktober 2020
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