Ein Euro pro Stunde

Schülerin bekam nur 150 Euro für Job in Pflegeheim

Mit nur einem Euro in der Stunde hat ein oberösterreichisches Pflegeheim eine 17-jährige Schülerin aus dem Bezirk Freistadt abgespeist. Das Mädchen arbeitete im Sommer einen Monat lang Vollzeit (!) und auch die Pflege unterstützend im Heim und bekam dafür nur 150 Euro überwiesen. Die Arbeiterkammer erreichte jetzt eine Nachzahlung: 2000 Euro brutto.

Kaum zu glauben: Nur 150 Euro bekam eine Schülerin für einen Monat Arbeit in einem oberösterreichischen Pflegeheim. Die 17-Jährige aus dem Bezirk Freistadt wollte einen Einblick in den Bereich der Pflegeberufe gewinnen - die Freude über die Zusage währte nicht lange.

Moralisch und rechtlich nicht in Ordnung
Sie wandte sich wegen des kleinen „Taschengeldes“ an die AK. „Dieser Fall zeigt, wie respektlos manchmal mit Beschäftigten umgegangen wird“, so Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer. Für einen AK-Rechtsexperten war sofort klar: Die 150 Euro waren nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich nicht in Ordnung. Weil das Mädchen Vollzeit gearbeitet hatte, steht ihm laut Kollektivvertrag ein Monatsgehalt von 90 Prozent des Mindestlohns zu.

2000 Euro erkämpft
Die AK forderte vom Arbeitgeber korrekte Entlohnung sowie Urlaubsersatzleistungen und anteilige Sonderzahlungen ein. Dieser war erst stur - die AK drohte mit Klage, daraufhin lenkte der Arbeitgeber ein, überwies der Schülerin 2000 Euro brutto.

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