Legionellen-Verdacht

„Polizeiwasser“ wird unter die Lupe genommen

Verdacht auf Legionellen im Wasser der Landespolizeidirektion! Weil - wie berichtet - den Beamten in der Nietzschestraße per Dienstanweisung bis auf Weiteres untersagt wurde, das Leitungswasser zu trinken und zu duschen, wollte die „Krone“ wissen, was diese Art der Bakterien im menschlichen Körper verursachen könnte.

Vorweg: Noch ist nicht erwiesen, ob im Wasser in der Landespolizeidirektion (LPD) in der Nietzschestraße 33 tatsächlich Legionellen sind. Die für das Gebäude zuständige Bundesimmobiliengesellschaft lässt gerade die genommenen Proben untersuchen. Doch sollte dies der Fall sein, ist damit keinesfalls zu spaßen. Allein im Vorjahr gab es 237 Fälle der meldepflichtigen, und durch die Keime übertragenen Legionärskrankheit in Österreich – zehn davon endeten sogar tödlich.

Schwere Lungenentzündung durch Bakterien
„Das Einatmen von legionellenbelasteten Wassertröpfchen, etwa beim Duschen, kann zu schweren Lungenentzündungen führen. Erste Anzeichen für eine Erkrankung sind wie bei einer Grippe aufkommender Husten und Fieber. Bei rechtzeitiger Erkennung per Lungenröntgen oder auch Blut- oder Harntest mit Antibiotika gut behandelbar“, erklärt der Lungen-Primar am Kepler Uni-Klinikum, Bernd Lamprecht. Die stäbchenförmigen Bakterien sind lange bekannt, aber erst 1976 wurden sie als Ursache einer Epidemie nachgewiesen, als bei einem Treffen in einem Hotel in Philadelphia rund 200 Legionäre (Veteranen) erkrankten – daher der Name.

Braune Brühe dürfte andere Ursache haben
Legionellen vermehren sich am besten in Rohren bei einer Wassertemperatur zwischen 25° und 45° Celsius - das Nass bleibt trotz Befalls eigentlich klar. Darum verwundert ein wenig, dass es in der LPD ab dem sechsten Stockwerk braun aus der Leitung kommt.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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