09.12.2019 11:41 |

Weltsport bebt

Paukenschlag! Russland für Olympia und WM gesperrt

Paukenschlag im Weltsport! Russland wurde im Zuge der Doping-Causa für vier Jahrte für alle Sportevents gesperrt, darunter auch die Olympischen Spiele und die Fußball-WM in Katar. Russland will nun in Berufung gehen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Russland für vier Jahre gesperrt. Das WADA-Exekutivkomitee bestätigte am Montag in Lausanne die Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission CRC und suspendierte die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) bis 2023.

Das bestätigte ein WADA-Sprecher am Montag. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, die nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind. Dies gilt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio und 2022 in Peking, die Olympischen Jugendspiele und Weltmeisterschaften von Sportarten, die den WADA-Code unterschrieben haben, sowie sogenannten „Major Sport-Events“. 

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Die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) wird für vier Jahre gesperrt. Athleten des Landes sowie Trainer und Betreuer dürfen in diesem Zeitraum bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und 2022 in Peking sowie Weltmeisterschaften von Sportarten, die sich dem WADA-Code verpflichtet haben, nicht unter eigener Fahne starten und müssen als neutrale Athleten antreten. Das heißt, sie dürfen nicht durch den McLaren-Report, in dem das Staatsdoping in Russland detailliert beschrieben wird, belastet werden.

WADA

Dopingdaten nicht vollständig authentisch
Forensische WADA-Untersuchungen hatten ergeben, dass die Dopingdaten aus dem Moskauer Labor von 2012 bis 2015 „weder vollständig noch vollständig authentisch“ sind. Dies konnte mit einer der WADA 2017 von einem „Whistleblower“ zugespielten Daten-Kopie nachgewiesen werden. Dabei hat Russland nach WADA-Angaben Hunderte von mutmaßlichen nachteiligen Analyseergebnissen gelöscht oder geändert. Dabei sollen 145 mutmaßliche Doping-Fälle vertuscht oder verfälscht worden sein.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuvor angekündigt, die „härtesten Sanktionen“ gegen Russland zu unterstützen und das WADA-Urteil zu akzeptieren. „Der WADA-Beschluss ist für uns bindend“, hatte IOC-Präsident Thomas Bach betont. Trotz der Dimension des Dopingskandals um vertuschte und ausgetauschte Proben im Analyselabor bei den Winterspielen 2014 in Sotschi durften vier Jahre später 168 Russen als „Olympische Athleten aus Russland“ unter neutraler Fahne antreten.

Berufung
Die RUSADA hat nun 21 Tage Zeit, um die Sanktionen anzuerkennen oder abzulehnen. Lehnt sie die Strafe ab, wird der Fall an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) weitergeleitet. Auch das IOC und die Weltsportverbände haben die Möglichkeit, gegen das WADA-Urteil beim Sportgerichtshof in die Berufung zu gehen, wenn es sich auf die Teilnahme an Olympischen Spielen beziehungsweise Weltmeisterschaften auswirkt.

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