Paraguays Teamchef Gerardo Martino hatte wie erwartet auf einen Drei-Mann-Sturm gesetzt. Der wieder völlig fitte Roque Santa Cruz kehrte neben Barrios und Nelson Valdez in die Stammformation zurück und gab bereits in der dritten Minute mit einem leicht abgefälschten Schuss aufs kurze Eck seine Visitenkarte ab. Die Südamerikaner dominierten die Partie in weiterer Folge klar.
Ein Schuss von Riveros fiel zu zentral aus (19.), ein Versuch von Valdes ging neben das Tor (25.). Nachdem Vera den Bann gebrochen hatte, fand Santa Cruz noch vor der Pause die Großchance auf das 2:0 vor. Der Stürmer von Manchester City scheiterte aber, nachdem er sich geschickt gegen zwei Slowaken durchgesetzt hatte, von halbrechts am gut postierten Keeper Jan Mucha (39.).
Slowakei in der Offensive harmlos
Von der Slowakei kam offensiv wenig bis gar nichts. Solostürmer Robert Vittek war völlig abgemeldet, auch Regisseur Marek Hamsik vermochte nicht zu überzeugen. Erst nach Seitenwechsel, als sich die Paraguayer zusehends auf die Verwaltung der Führung beschränkten, kamen die Slowaken häufiger aus der eigenen Hälfte.
Echte Torchance fand die Equipe des zusehends in der Kritik stehenden Teamchefs Vladimir Weiss bis in die Schlussphase aber keine vor. Erst in der 92. Minute musste Paraguay-Keeper Justo Villar einen Schuss von Vittek parieren. Auf der Gegenseite hatte bereits Vera per Kopf nach Flanke von Santa Cruz die Chance auf die vorzeitige Entscheidung vergeben (72.), ehe der überragende Riveros (86.) zuschlug. Paraguay prolongierte damit Südamerikas Erfolgslauf bei dieser WM-Endrunde. Von ihren bisher acht Partien haben südamerikanische Teams deren sechs gewonnen, zwei endeten Remis.
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