Gegen Garage gekracht

Schulfreund musste nach Unfall Toten (35) bergen

Dramatischer Einsatz in Timelkam in Oberösterreich: Nicht nur, dass die Bergung von Rudolf P. (35) aus seinem zerstörten Toyota sehr schwierig war, viele von der Feuerwehr Ungenach kannten das Opfer gut. „Wir waren acht Jahre in der selben Schulklasse“, erzählt Feuerwehrkommandant Stefan Glück.

Rudolf P. war in seinem Toyota Auris Hybrid gegen 19.30 Uhr auf der Ungenacher Landesstraße Richtung Ungenach unterwegs. In Timelkam kam er von der Fahrbahn ab, touchierte einen Baum und prallte mit voller Wucht seitlich mit der Fahrerseite gegen eine Garage. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren Rettung und Polizei bereits vor Ort.

„Jeder kennt jeden“
Besonders dramatisch war der Einsatz für die Einsatzkräfte aus Ungenach. „Wir sind eine kleine Gemeinde, wo jeder jeden kennt. Am Anfang hab’ ich das Auto nicht erkannt, bei der Bergung wurde mir aber schnell klar, um wen es sich handelte“, schildert Stefan Glück, ein alter Schulfreund und Feuerwehrkommandant. Erst im Frühjahr hatten sich die beiden bei einem Klassentreffen wiedergesehen, verstanden sich sofort wieder gut.

Im Krankenhaus Verletzungen erlegen
Nach der erfolgreichen Bergung wurde Rudolf P. ins Salzkammergut-Klinikum in Vöcklabruck eingeliefert. Kurz nach Mitternacht erlag er dort seinen schweren Verletzungen. Der gebürtige Ungenacher lebte am Ende einige Kilometer entfernt in Zell am Pettenfirst. Er war der Jüngste seiner Geschwister, eine Schwester ist Gemeindevorstand, die Familie im gesamten Ort beliebt - der Schock sitzt tief.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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