24.10.2019 17:07 |

Bevölkerung in Sorge

Storch möchte Winter im Salzkammergut verbringen

Es ist ein Phänomen, das einmal mehr dem Klimawandel geschuldet ist: Immer mehr Störche bleiben über den Winter bei uns! Auch im steirischen Bad Mitterndorf ist einer der gefiederten Freunde zwischengelandet und macht keine Anstalten mehr, in den Süden abzuheben. Ohne menschliche Hilfe ist ihm der Tod sicher.

Die Temperaturen steigen, der Winter zieht immer später ins Land. Der Klimawandel ist in der Steiermark längst deutlich zu spüren. Das ist auch in der Tierwelt zu bemerken. Etwa bei den Störchen. „Es ist länger warm, immer mehr Störche bleiben über den Winter da“, erklärt der bekannte „Storchenvater“ Helmut Rosenthaler. Den vergangenen Winter beispielsweise verbrachte ein Meister Adebar in Bad Waltersdorf. Und auch dieses Jahr will er nicht von dannen ziehen.

„Die Leute glauben, sie träumen“
Nun hat auch Bad Mitterndorf seinen „Winterstorch“. „Die Leute glauben, sie träumen, wenn sie ihn über die Wiese stapfen sehen“, erzählt Gemeinderat Bernhard Egger. Die Gegend ist für eine Storchen-Ansiedelung nämlich äußerst unüblich.

Tier wird nun jeden Tag umsorgt
Egger und Bürgermeister Klaus Neuper hielten nach vielen besorgten Anrufen mit Rosenthalers Storchenstation Rücksprache. Danach war klar, dass das Tier dringend versorgt werden muss, sonst ist es dem Tod geweiht.

„Kälte ist für ihn kein Problem“
„Zwei Damen werden sich nun um ihn kümmern, ihn jeden Tag zur gleichen Zeit mit Futter und warmem Wasser versorgen“, erzählt Egger. „Die Kälte ist für ihn kein Problem. Mit dem passenden, von uns zur Verfügung gestellten Futter wird er den Winter dort gut überstehen“, beruhigt Rosenthaler.

Monika Krisper
Monika Krisper
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