In Maschine geraten

Nach Horrorunfall: Pauls Arm war nicht zu retten

Der Horrorunfall, bei dem Paul (3) im oberösterreichischen Perg den rechten Arm verloren hat, schockiert. Wie berichtet, griff der Bub aus Allerheiligen in eine Förderschnecke - der Notarzt musste den Arm amputieren. Eine Replantation war unmöglich, doch ein Prothetik-Experte macht Mut.

Die entsetzlichen Szenen spielten sich Samstagmittag in der Nestelberger Schälmühle in Perg ab. Der dreijährige Bub war mit der rechten Hand in eine Förderschnecke geraten, bis zum Oberarm wurde Paul in die Maschine gezogen. Der Notarzt musste den Arm vor Ort amputieren.

Spezielle Prothese
An der FH Linz lehrt Hubert Egger Prothetik. Er hat mit bahnbrechenden Entwicklungen für Aufsehen gesorgt und weiß, dass Kinder mit Prothesen viel natürlicher umgehen als Erwachsene. „Sie nehmen Dinge, wie sie sind, und lernen rasch, damit umzugehen“, sagt der FH-Professor.

Für Paul (3) könnte - nach dem Verheilen der Wunden - eine „Myo-Prothese“ infrage kommen: „Diese wird durch elektronische Impulse der verbleibenden Muskeln gesteuert.“ Damit kann ein künstlicher Ellenbogen bewegt werden, auch ein Greifen ist möglich. Inzwischen wird auch schon an „phantomgesteuerten Prothesen“ gearbeitet, die mithilfe der Gedanken gesteuert werden. „Jedenfalls ist in der näheren Zukunft mit einer Verbesserung der Prothetik zu rechnen“, so Egger.

Markus Schütz, Kronen Zeitung/krone.at

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