01.11.2019 18:30 |

Akkus alltagstauglich

Hyundai Ioniq Elektro: Reicht weiter, ist reicher

Hyundai wertet den Ioniq Elektro wesentlich auf und macht ihn reicher an Ausstattung, äußerlich wie auch unter dem Blech und hinter dem Plastik. Vor allem die größeren Batterie bedeutet einen spürbaren Gewinn für den Fahrer: Ihre Kapazität steigt von 28 auf rund 38 kW/h, das soll laut WLTP für 311 Kilometer reichen. Und auch ein paar PS haben die Koreaner draufgelegt.

Die Motorleistung steigt von 88 kW/120 PS auf 100 kW/136 PS, das ermöglicht dem 1,5-Tonner im Sportmodus einen 0-100-Sprintwert von unter zehn Sekunden. Das Höchsttempo liegt bei 165 km/h. Mit der großen Batterie bereits ist der Ioniq jetzt voll alltagstauglich. Er verfügt über einen CCS-Schnellladeanschluss, der es bei entsprechender Ladesäule (50 kW Ladeleistung) erlaubt, die Batterie binnen weniger als einer Stunde aufzuladen. Dass Hyundai nicht gleich den Schritt zum 64-kW/h-Akku gemacht hat, analog zum Kona Elektro, mag am ungünstigen Packaging liegen.

LED-Scheinwerfer und aggressives Tagfahrlicht
Die optische Auffrischung tut dem Hyundai Ioniq Elektro recht gut, vor allem die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer machen richtig was her, insbesondere die krallenartigen Tagfahrlichter. Der geschlossene, graue Plastikkühlergrill trägt zum günstigen cW-Wert von 0,24 bei, wirkt jedoch zu billig.

Touchscreen und Connectivity
Auch innen hat sich etwas getan: Sofort ins Auge fällt der nun 10,25 Zoll große Bildschirm, um die Infotainment-Liebhaber bei der Stange zu halten. Vor allem mit Navi und dem Bluelink genannten neuen Telematik-System ist Hyundai vorn mit dabei. Echtzeit-Verkehr, die Anzeige freier Parkplätze, Diebstahlwarnung am Handy - alles dabei. Ein Head-up-Display verkneift sich der Hersteller beim Ioniq allerdings und spendet dem Fahrer Trost in Form eines digitalen Kombiinstruments.

Überhaupt geht es im Ioniq progressiv zu, die Fahrstufen werden per Knopfdruck eingelegt. Wenn man auf „D“ getippt hat, geht es weniger bissig auf Tempo, als man vielleicht erwartet hätte. Das dürfte weniger an den 295 Nm Drehmoment der E-Maschine liegen als an der sanften Abstimmung. Selbst bei voller Last beschleunigt der Ioniq eher geschmeidig als spitz. Immer wieder schön bei einem Elektrofahrzeug ist die verzögerungsfreie Geschwindigkeitszunahme in wirklich jeder Lebenslage, weil das Sortieren der Gänge schlichtweg entfällt. Dafür wirken Bremse und Lenkung ein wenig synthetisch, aber wir reden ja nicht von einem Sportwagen.

Top-Platzangebot
Eher von einem Raumschiff - der Ioniq ist richtig praktisch. Die 4,47 Meter lange Fließhecklimousine schluckt 357 Liter, bei umgeklappter Rückbank beachtliche 1417 Liter Gepäck. Auch die menschliche Fracht fühlt sich gut aufgehoben, denn angesichts 2,70 Meter Radstand hat der durchschnittliche Europäer auch im Fond genügend Beinraum. Da hält der Ioniq ganz locker mit manchem Mittelklasse-Konkurrenten mit. Beim Thema Fahrerassistenz ist der ursprünglich im Jahr 2016 eingeführte Koreaner ebenso auf der Höhe und bietet Features wie Autonotbremse, Totwinkelwarner und Aktiv-Tempomat inklusive Stauassistent.

Dafür hätte Hyundai beim Interieur-Finish ruhig ein Schauferl drauflegen können. Nicht, dass der Ioniq schlecht verarbeitet wäre, aber die Architektur mutet für hiesige Verhältnisse doch eine Spur zu trist an. Da haben sie bei der Aufwertung zu früh Schluss gemacht. Andererseits offeriert der Hersteller jede Menge Auto für die avisierten 37.490 Euro. Darüber hinaus gewährt er fünf Jahre Garantie ohne Kilometerlimit (allerdings nicht für gebraucht weiterverkaufte Fahrzeuge) sowie acht Jahre Garantie (bis 200.000 Kilometer) auf den Akku.

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