18.10.2019 15:27 |

„Respektable“ Runde

Grüne: Werden Gespräche mit Kurz vertiefen

Mehr als drei Stunden lang hat die erste Sondierungsrunde der Grünen mit der ÖVP unter Sebastian Kurz gedauert. Das Ergebnis: Man werde die Gespräche auf jeden Fall fortsetzen. Die Herausforderungen habe man gemeinsam erkannt und benannt, nämlich dass „zwei Wahlsieger miteinander sprechen, die nicht für das Gleiche gewählt wurden“, so Grünen-Chef Werner Kogler im Anschluss an das „respektable“ Treffen im Winterpalais von Prinz Eugen in der Wiener Innenstadt. 

Kogler stellte sich mit seinem Team den Medien und freute sich in sichtlich aufgeräumter Stimmung über eine positiv verlaufene Gesprächsrunde, was die Atmosphäre, aber auch die Annäherung der Herangehensweisen an mögliche zukünftige Regierungsverhandlungen betreffe. Er verriet zwar keine Inhalte, sagte aber, der Gesprächsfahrplan werde kommende Woche stehen. Für die weitere Vorgangsweise sei er sehr zuversichtlich, man werde in „vertiefenden Sondierungen“ weiterreden. 

Noch keine inhaltlichen Gespräche
Die Herausforderungen habe man gemeinsam erkannt und benannt, nämlich dass „zwei Wahlsieger miteinander sprechen, die nicht für das Gleiche gewählt wurden“. Jetzt gelte es, Gemeinsamkeiten auszuloten, aber auch, wie man mit Unterschieden umgehe. Welche die Gemeinsamkeiten sind, wollte er nicht sagen: „Es wäre nicht ganz professionell, wenn ich da was weiterplaudern würde“, so Kogler. Inhaltliche Gespräche habe man noch nicht geführt.

Wie es nun weitergeht und wann die Entscheidung über die Aufnahme von Regierungsverhandlungen fallen könnte, wollte Kogler nicht sagen. Vorerst gehe es einmal um den Sondierungsfahrplan.

Nun NEOS-Team bei Kurz
Gegen 14 Uhr traf dann das sechsköpfige NEOS-Verhandlungsteam zu seiner Sondierung mit der ÖVP ein. „Wir wissen, was mathematisch, arithmetisch möglich ist. Was wir noch nicht wissen, ist, was inhaltlich möglich ist“, sagte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger vor Beginn.

Video: Die NEOS vor der neuen Sondierungsrunde mit der ÖVP

„Es geht um eine saubere und transparente Politik“
Es gehe um Bildung, Entlastung, Klima und Umwelt, aber auch um saubere und transparente Politik, so Meinl-Reisinger, deren Partei mangels gemeinsamer Nationalratsmehrheit mit der ÖVP höchstens als zusätzlicher dritter Partner in eine Koalition hineingenommen werden könnte. Man werde sich heute sehr offen und ernsthaft mit diesen Inhalten auseinandersetzen und sehen, was möglich sei, sagte die NEOS-Chefin.

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