12.10.2019 10:00 |

„Gespenst“ geht um

Vorarlberg: Letzte Mobilisierung gegen ÖVP

Vor der Landtagswahl am Sonntag fürchten die Vorarlberger Parteien das Gespenst einer absoluten Mehrheit der ÖVP. Nach NEOS bei ihrem Schluss-Event am Donnerstag warnten am Freitag im Finale des Wahlkampfes auch der Koalitionspartner Grüne sowie die Freiheitlichen vor einer drohenden schwarzen Allmacht.

Grünen-Spitzenkandidat Johannes Rauch hatte sich gleich eine ganze Schnellbahn-Garnitur gemietet, um unterstützt von der Bundesspitze auf der Strecke Bregenz-Bludenz noch einmal ordentlich Wählerkontakt zu bekommen. Seine Kernbotschaft bei der Reise: einen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs, eine Klima-Anleihe und eine fortgesetzte Offensive bei der Kinderbetreuung werde es nur geben, wenn die Grünen in der Regierung blieben. „Ohne Grün wird vieles wieder schwarz“, warnte Bundessprecher Werner Kogler.

Ein Selbstläufer ist eine Fortsetzung der bisherigen Regierungsarbeit für Landesrat Rauch nicht, selbst wenn die ÖVP keine Absolute macht. Es gebe keinen Automatismus, dass eine Koalition fortgeführt werde.

Wallner will keine Koalition mit der FPÖ
Schon aus dem Koalitionsrennen ausgeschieden sind die Freiheitlichen, weil Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) mit ihnen nicht will. Immerhin die „Absolute“ will Spitzenkandidat Christof Bitschi verhindern, wie er bei seiner Abschluss-Pressekonferenz kundtat: „Wir werden alles geben, um das zu verhindern.“

Sein eigenes Abschneiden wollte Bitschi ebenso wenig einschätzen wie Rauch. Während der Grüne meinte, 48 Stunden vor einer Wahl hätten Spitzenkandidaten kein Gefühl mehr, meinte Bitschi auf die Turbulenzen im Bund anspielend, dass angesichts der vergangenen Wochen eine Prognose nicht ganz einfach sei.

Sozialdemokraten backen in Vorarlberg kleine Brötchen
Kleine Brötchen backen seit vielen Jahren die Sozialdemokraten im westlichsten Bundesland. So ist das Ziel von Spitzenkandidat Martin Staudinger auch äußerst bescheiden. Zweistelligkeit fände er super, wie er am Freitag sagte. Tatsächlich wäre das immerhin ein kleiner Zugewinn, hatte die SPÖ vor fünf Jahren doch mit nicht einmal neun Prozent nur noch relativ knapp den Klubstatus gehalten. Staudinger, der erstmals antritt, sähe nicht weniger als eine „historische“ Wende, wenn es mit den Sozialdemokraten wieder bergauf geht.

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