Düstere Prognose

Der finanzielle Druck aufs Wohnen wächst weiter

Wer kann sich Wohnen heute noch leisten? Wie werden sich die steigenden Immobilienpreise in der Zukunft auf das Thema auswirken? Das waren zwei der brennenden Fragen, die im Rahmen der Wohnstudie von s Real und der Sparkasse Oberösterreich gestellt wurden. Das Fazit ist ernüchternd - vor allem der Ausblick: 2030 ist Wohnen nicht mehr leistbar, sagen nämlich 73% der Befragten.

„Die Entwicklung ist sehr bedenklich“, sagt Herbert Walzhofer. Mit s-Real-Oberösterreich-Chef Ernst Mittermair präsentierte der Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ gestern die Studie, die zeigt, wie groß der finanzielle Druck ist. Eine Zahl erschreckte dabei besonders: 73 % der Befragten meinen, dass Wohnen in elf Jahren nicht mehr leistbar ist.

Die Gründe: Die Grundstücke werden teurer. Außerdem investieren in Zeiten der Niedrigzinsen viele in Immobilien. Oft stehen sie leer, weil sie als Vorsorge dienen. Dazu wächst die Nachfrage nach Wohnraum im Ballungsraum.

Die Hauptbetroffenen: Laut Mittermair sind das jene, deren Haushaltseinkommen unter 2000 Euro liegt. Auch für Ein-Personen-Haushalte wird’s eng.

Die Auswege: „Wir merken schon, dass die Anfragen in den ländlichen Regionen zunehmen“, so Mittermair, der zudem appelliert: „Die Wohnbauförderung müsste noch mehr Richtung Mietwohnungen gehen.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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