Attacke auf 16-Jährige

„Gefängnis für Straftäter unter 14 nicht sinnvoll“

13 Jahre alt sind die drei Mädchen, die in Linz eine 16-Jährige erst verprügelten und ihr dann die Haare abschnitten. Das Gesetz kann ihnen in diesem Alter nichts anhaben, sie sind strafunmündig. Das sorgt für Diskussionen: Soll die Gesetzeslage geändert werden oder sind andere Lösungen sinnvoll?

„Was lernt ein Mensch, wenn er mit 13 Jahren im Gefängnis sitzt? Ein 14-Jähriger lässt sich vielleicht sogar als Held feiern, wenn er zwei Wochen im Häfen war. Das ist nicht die Lösung“, sagt Reinhold Rampler, Kinder- und Jugendhilfe. Sicherheitsstadtrat Michael Raml sieht das anders, für ihn gehört die Strafmündigkeit auf 12 Jahre gesenkt: „Dass sich Sozialarbeiter um Kriminelle annehmen, wird nicht viel bringen. Ihnen muss mit der Härte des Gesetzes entgegengetreten werden.“

„Hilfe holen“
Für Rampler hingegen ist Gewalt auch immer ein Hilfeschrei: „Wenn es zu solchen Ausbrüchen wie im aktuellen Fall kommt, hängt das oft mit dem sozialen Umfeld und der Familie zusammen. Ich verstehe, dass die Menschen denken, das gehört bestraft. Ich empfehle aber, sich Hilfe von Experten zu holen und sich gemeinsam zu überlegen, was der junge Mensch konsequent zur Gemeinschaft beitragen könnte.“

Gemeinnützige Arbeit sinnvoll?
Viele User auf „krone.at“ fordern zum Beispiel gemeinnützige Arbeit: „Warum nicht? Das ist durchaus ein sinnvoller Ansatz“, so Rampler.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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