Haare abgeschnitten

Trio lockt Mädchen in Falle: Prügelattacke gefilmt

Unglaublich! Erst sollen drei Dreizehnjährige eine Linzerin (16) zu einem Linzer Spielplatz gelockt und sie dort mit Schlägen und Fußtritten traktiert haben. Dann wurden dem Opfer mit einer Schere die Haare abgeschnitten. Die brutale Attacke wurde von den mutmaßlichen Tätern auch noch mit dem Handy gefilmt. Der Grund? Das Opfer ist verliebt, der junge Mann aber in einer Beziehung.

Ein blaues Auge, eine Kurzhaarfrisur und psychische Probleme – die Folgen des Angriffs eines brutalen Trios. Am 9. September startete die 16-Jährige einen Kurs, um den Einstieg ins Berufsleben leichter zu schaffen. Dort schloss sie Freundschaften. Am 25. September rief plötzlich eine Freundin einer Kurskollegin an, wollte sich mit ihr treffen. Am vereinbarten Ort wartete ein Trio (alle 13) auf die Linzerin.

„Bin in ihn verliebt“
Die Mädchen gingen zum Spielplatz beim Kremplhaus. Dort wollten sie wissen, ob die 16-Jährige noch in einen Jungen – den sie alle kennen – verliebt sei. Sie gab ihre Schwärmerei zu. Ein Fehler: Das Trio schubste sein Opfer zu Boden, schlug ihm mit Fäusten und Füßen ins Gesicht. Zum Schluss schnitten sie ihm die Haare ab. Eine der Angreiferinnen sagte: „Wenn du noch einmal dem Jungen schreibst oder zur Polizei gehst, steche ich dich ab.“

Täterinnen strafunmündig
Die 16-Jährige ging gleich danach in den Kurs, erzählte dort von der Attacke. Der Kursleiter ging mit ihr zur Polizei, danach musste sie im Spital behandelt werden. „Die Polizei ist machtlos, weil die Täterinnen unter 14 sind. Wer alt genug für ein Verbrechen ist, ist alt genug für eine Strafe“, ist Sicherheitsstadtrat Michael Raml sauer.

Kommentar: „Eine ganze Familie leidet“
„Sie war so ein lebensfroher Mensch, mit einem Schlag ist alles zerstört.“ Die Mutter der Opfers kann es nicht begreifen, warum ihre Tochter jetzt - wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang - leiden muss. Vor allem den Eltern der noch so jungen Täterinnen macht sie einen Vorwurf: „Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Wenn ein Kind zu so einer Tat fähig ist, läuft Zuhause etwas falsch.“ Die Mutter ist beim Erzählen den Tränen nahe, tagsüber muss sie aber stark sein, für ihre Tochter. Rechtlich wird dem Trio nicht viel passieren. Das wäre anders, würde man die Strafmündigkeit auf zwölf Jahre senken ...

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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