23.09.2019 07:00 |

Causa TSD

Landeshauptmann: „Jeder Vorfall einer zu viel!“

Landeshauptmann Günther Platter bestätigt: Die Situation in den Asyl-Großunterkünften war unter der alten Führung nicht wirklich zufriedenstellend. Unter der neuen Leitung sollen die Tiroler Sozialen Dienste verbessert werden.

Die neuen brisanten Details, die ein TSD-Insider der „Krone“ nach dem Runden Tisch verriet, sorgten am Sonntag natürlich für Gesprächsstoff. Wie berichtet, sei es unter der alten Führung drunter und drüber gegangen. Demnach sollen Asylanten (Personen, die einen positiven Asylstatus haben) und Asylwerber als Security-Personal in einigen Heimen gearbeitet haben – was zu Problemen geführt hat. Weil sich zum Beispiel ein Somalier von einem Iraker nichts sagen lässt. Dass Asylwerber gar nicht arbeiten dürfen, kommt noch erschwerend hinzu. Doch das müssen ohnedies die Gerichte klären.

Untersuchungs-Ausschuss im Oktober
Daneben gab es auch finanzielle Ungereimtheiten – vielleicht ein Mitgrund, warum sich die Ausgaben für die Flüchtlingsbetreuung in den letzten zehn Jahren fast verfünffacht haben. Aber vielleicht bringt ja der Untersuchungs-Ausschuss, der im Oktober startet, Licht ins Dunkel der TSD-Finanzen.

„Keine Kompromisse bei Sicherheitsfragen“
Am Sonntag meldete sich dazu LH Günther Platter zu Wort: „Jeder der mich kennt weiß, dass es für mich bei Sicherheitsfragen keine Kompromisse gibt. Die Situation war bei den Grossunterkünften in der Vergangenheit nicht zufriedenstellend!“ Er habe daher auch die Reißleine gezogen und eine neue Führung installiert. Zudem habe er zahlreiche Maßnahmen angeordnet, um die Sicherheitssituation bei den Flüchtlingsunterkünften zu verbessern - hier insbesondere das neue TSD-Sicherheitskonzept.

„Es wird immer wieder zu Vorfällen kommen“
„Aktuell wird mir von der Polizei bestätigt, dass sich die Lage stark verbessert hat und in Ordnung ist. Es muss uns aber klar sein, dass es bei solchen Unterkünften immer wieder zu Vorfällen kommen wird. Und jeder Vorfall ist einer zu viel. Es ist die gemeinsame Aufgabe von TSD und Exekutive, sie bestmöglich zu verhindern. Das werde ich auch mit Nachdruck einfordern“, schließt Platter.

Markus Gassler
Markus Gassler
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