12.09.2019 13:51 |

Beim US-Militär

Tausende Männer wurden Opfer sexueller Übergriffe

Bei den US-Streitkräften sind in den vergangenen Jahren laut einem Bericht der „New York Times“ etwa 100.000 Männer Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Wie die Zeitung unter Berufung auf Zahlen des US-Verteidigungsministeriums berichtete, waren allein im Jahr 2018 rund 7500 Männer betroffen. Die Zahlen umfassen Fälle von sexueller Belästigung, versuchter Nötigung bis hin zu Vergewaltigung.

Die Opfer seien meist jünger als 24 Jahre und hätten einen niedrigen Dienstgrad. Viele von ihnen müssten die Armee verlassen und hätten dann Schwierigkeiten, im Alltag wieder Fuß zu fassen, hieß es.

Die Zahl der weiblichen Opfer liege zwar noch immer weitaus höher: Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr etwa 13.000 Frauen Opfer sexueller Übergriffe. Jedoch erstatte nur einer von fünf betroffenen Männern Meldung - bei den Frauen seien es dagegen rund 38 Prozent.

Übergriffe meist von Männern verübt
Mehr als die Hälfte der Übergriffe ging nach Angaben des Verteidigungsministeriums von Männern aus. 30 Prozent der betroffenen Männer gaben an, die Täter seien weiblich gewesen, in 13 Prozent der Fälle handelte es sich um männliche und weibliche Täter. Bei den weiblichen Opfern waren es vor allem Männer.

Das Ministerium erhebt erst seit 2006 Zahlen über männliche Opfer sexueller Übergriffe. Man sei sich bis dahin sicher gewesen, dass es sich um ein weibliches Problem handle, zitierte die „New York Times“ Nathan W. Galbreath vom zuständigen Büro des Verteidigungsministeriums. Übergriffe seien entweder gar nicht erst gemeldet oder nicht weiter verfolgt worden.

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