"Dieser disziplinarische Vorfall hat für mich letztlich keine Rolle mehr gespielt. Denn es wäre für uns kein Problem gewesen, ihm trotzdem in der Nationalmannschaft eine neue Chance zu geben", sagte Löw laut DFB-Pressemitteilung. "Bei allen Überlegungen in unserem Trainerteam sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass wir taktisch und personell andere Vorstellungen für die Zusammenstellung des WM-Aufgebots haben."
Löw wird am 6. Mai in Stuttgart eine vorläufige Kadernominierung vornehmen. "Für die endgültige Nominierung haben wir Zeit bis 1. Juni", erklärte der Ex-Austria- sowie Tirol-Trainer.
Kuranyi tief enttäuscht
Kuranyi zeigte sich über seine Nichtnominierung enttäuscht und hat auf seiner Homepage folgende Stellungnahme veröffentlicht:
"Hallo zusammen, wie die meisten von euch ja wahrscheinlich schon mitbekommen haben, werde ich nicht bei der WM in Südafrika dabeisein. Wie jeder Fußballer habe ich schon als kleines Kind davon geträumt, an einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen. Dieser Traum ist jetzt zum zweiten Mal geplatzt. Deshalb ist es klar, dass mich dieses Entscheidung sehr traurig macht.
Ich habe mein Bestes gegeben. Ich weiß, dass ich damals Mist gebaut habe, als ich gegen Russland das Stadion verlassen habe. Deshalb habe ich mich persönlich und öffentlich dafür entschuldigt. Und ich habe auch sportlich in dieser Saison alles gegeben. Leider hat das nicht gereicht. Aber das ist eine Entscheidung des Bundestrainers, die ich akzeptiere und respektiere.
Natürlich wünsche ich dem Trainer und der Mannschaft das Beste für Südafrika. Und ich werde wie jeder Fan vor dem Fernseher die Daumen drücken. Bis bald und vielen Dank für all die Unterstützung, die ich in den letzten Monaten erfahren habe. Das hat mir extrem gut getan."
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