18.08.2019 06:00 |

„Krone“-Wahlschiris

Die Staatsspitze ist für politische Sauberkeit

Wenn es mal wieder schmutzig wird, rücken für die „Krone“ in den nächsten Wochen Experten als „Wahlkampfschiedsrichter“ aus. Der Wunsch nach Sauberkeit ertönte indes bereits von der Staatsspitze.

Vom Politikwissenschaftler Peter Filzmaier über Ex-Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler bis hin zu „Benimm-Papst“ Thomas Schäfer-Elmayer: Als „Krone“-Wahlkampfschiedsrichter verteilen in den kommenden Wochen renommierte Experten Gelbe (Verwarnung), Rote (Foulspiel) und Grüne (Fairplay) Karten in strittigen Wahlkampfsituationen.

Van der Bellen: „Es gibt eine Zeit nach dem Wahlsonntag“
Dies soll dem weitverbreiteten Wunsch nach einem sauberen Stimmenfang zuträglich sein - geäußert wurde dieser in den vergangenen Wochen auch immer wieder von der Staatsspitze: Bundespräsident Alexander Van der Bellen etwa appellierte an die Parteien, die Gräben im Wahlkampf nicht zu tief werden zu lassen: „Es gibt eine Zeit nach dem Wahlsonntag“, so der Ex-Grüne.

Bierlein: „Das Verbindende vor das Trennende stellen“
Das sieht auch Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein so: „Das Miteinander war und ist gute österreichische Tradition“ - dies müsse auch so bleiben, forderte die Top-Juristin bereits in ihrer Antrittsrede im Parlament. Bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele appellierte sie an die Parteien, den „grundsätzlichen Willen zum Kompromiss“ zu haben. Noch deutlicher wurde Bierlein bei den Tiroler Festwochen der Alten Musik: „Insbesondere die Politik trägt eine große Verantwortung, seriös und bedacht stets das Verbindende vor das Trennende zu stellen.“

Kurzum, wie die Kanzlerin zur „Krone“ sagte: „Bei allem Verständnis für den Willen, unterschiedliche Positionen zu vermitteln, wünsche ich mir einen fairen, sachlichen Wahlkampf, auch wenn er hart wird.“ Die bisherige Tonalität sei sicherlich noch verbesserungswürdig.

Kronen Zeitung/krone.at

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