19.07.2019 14:04 |

Klima, Mensch etc.

Bereits 105.000 Tierarten auf der Roten Liste!

Alarmierende Zahlen hat die die Weltnaturschutzunion (IUCN) mit Sitz in der Schweiz veröffentlicht: In der neuesten Fassung der Roten Liste sind 105.000 Arten aufgeführt, von denen 28.000 als direkt vom Aussterben bedroht gelten. Der Grund: Klimakrise und der Mensch. „Der Niedergang der Natur vollzieht sich in einem nie dagewesenen Tempo“, sagt IUCN-Chefin Grethel Aguilar.

Ein Viertel der gefährdeten Tierarten droht sogar komplett zu verschwinden. „Sie sind einen Schritt weit weg von der Auslöschung“, warnen die Experten. Wird etwa der Fang von zahlreichen Rochenarten nicht reguliert, könnten sie aussterben.

Meerkatzen-Art in Afrika vor der Ausrottung
In Afrika verursachen der Verlust des natürlichen Lebensraumes und die Jagd den Rückgang von 40 Prozent der Primaten. So gibt es mittlerweile in der Elfenbeinküste und in Ghana in freier Wildbahn nur noch 2000 Exemplare der Roloway-Meerkatze. Sie ist wegen ihres Fleisches und des feinen Fells auf dem Markt besonders beliebt.

Aufgrund des Wasserverbrauchs für die Landwirtschaft drohen in Japan und Mexiko zahlreiche Süßwasserfische auszusterben. In Japan sind den IUCN-Angaben zufolge mehr als die Hälfte der Süßwasserfisch-Arten vom Aussterben bedroht, in Mexiko mehr als ein Drittel. Aber auch Pflanzen sind gefährdet: Wegen Trockenheit sterben von Madagaskar bis in die USA zahlreiche Bäume.

Eine Million Arten vom Aussterben bedroht
Erst Anfang Mai hatte die UNO gewarnt, dass wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sei. Viele von ihnen könnten „in den kommenden Jahrzehnten“ verschwinden, heißt in einer Studie zur weltweiten Artenvielfalt, die der Weltrat für Biodiversität (IPBES) veröffentlicht hat.

Kronen Zeitung/krone.at

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