Die in der Meisterschaft hinter der Austria klar viertplatzierten "Blackies" hielten mit dem Erfolg im Innviertel auch den Kurs Richtung Europacup. Der Erfolg der Grazer war nicht nur aufgrund zweier Aluminiumtreffer in der zweiten Spielhälfte verdient. Sturm reichte nach der Führung eine schnörkellose Leistung, um den Finaleinzug zu realisieren. Die im Frühjahr unter ihren Möglichkeiten spielenden Rieder waren vor heimischer Kulisse nicht imstande, die Torsperre der Gäste zu brechen.
Auf holprigem Boden in der mit 3.500 Zuschauern gefüllten Keine-Sorgen-Arena schlugen die ohne den verletzten Kapitän Andreas Hölzl angetretenen Schwarz-Weißen bezeichnenderweise aus der Luft zu. Der von Rieds Abwehr sträflich vernachlässigte Lavric verwertet eine Flanke seines Sturmpartners Roman Kienast (Bild links) per Kopf und legte damit den Grundstein zum Erfolg. Es war die erste Möglichkeit für den in den späten 90er-Jahren dreifachen Cup-Sieger, der danach auf seine defensiven Stärken vertraute.
Fehlpass-Orgie bei den Riedern
Die Rieder, die 1998 gegen Sturm den bis dato einzigen Cup-Titel erobert hatten, waren in ihrem Spiel zu fehleranfällig. Viele Fehlpässe prägten die Kombinationen der Innviertler, die mit ihrem Latein 30 Meter vor dem Grazer Gehäuse zu Ende schienen. So blieb ein Gewaltschuss des umstrittenen Kapitäns Herwig Drechsel (39.) die einzige gefährliche Aktion vor der Pause. Jungstürmer Markus Hammerer war bei der zweitbesten Verteidigung der Liga um Abwehrchef Gordon Schildenfeld völlig abgemeldet.
Die auf Konter setzenden Grazer waren auch nach dem Seitenwechsel die deutlich gefährlichere Elf - und hatte bei ihren Gegenstößen darüber hinaus Pech: Hölzl-Ersatzmann Manuel Weber (50.) und Lavric (53.) trafen innerhalb weniger Minuten zweimal die Stange. Rieds Trainer Paul Gludovatz reagierte nach einer Stunde und brachte mit Sturmtank Atdhe Nuhiu und kurz darauf mit dem Spanier Jonathan zwei frische Stürmer. Das Angriffsspiel der Hausherren mit vielen hohen Bällen und ineffektiven Querpässen blieb dennoch zu harmlos.
Nur bei einem Kopfball von Martin Stocklasa (84.) musste die Foda-Elf noch einmal zittern. Einziger Wermutstropfen für Sturm blieb, dass Mittelfeldmotor Petr Hlinka nach seiner zweiten Gelben Karte im Bewerb im Finale gesperrt ist.
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