13.07.2019 10:52 |

„War nur zur Übung“

Polizeieinsatz nach Gewehrschüssen in Wien

Dreimal bereits hatte er an diesem Tag Geschosse auf dem Dach seiner Wohnung einschlagen hören, beim vierten Mal wurde es einem Mieter in der Sobieskigasse im Wiener Bezirk Alsergrund zu viel: Er griff zum Telefon und rief die Polizei. Die Beamten konnten bald den mutmaßlichen Schützen, der auf das Nebenhaus gefeuert hatte, ausfindig machen. Der leugnete erst, doch das am Fenster lehnende Gewehr sollte den Mann in Erklärungsnot bringen.

Gegen 16.15 Uhr hatte der Zeuge genug, nachdem er am Freitag bereits zum vierten Mal Einschläge von Projektilen am Dach hörte. Als die Polizisten nach kurzer Suche die Wohnung ausfindig machten, von der aus die Schüsse abgegeben wurden, öffnete ihnen ein 42-jähriger Österreicher die Tür, wollte zunächst aber nichts mit der Tat zu tun haben.

„Schüsse nur zu Übungszwecken“
Als der Verdächtige dann jedoch die Beamten in die Wohnung bat, fanden die Polizisten am Fenster ein angelehntes, registriertes Gewehr vor. Weiteres Leugnen war zwecklos, der 42-Jährige gestand, die Schüsse auf das Dach des gegenüberliegenden Hauses abgegeben zu haben - lediglich zu Übungszwecken, wie er versicherte.

Die Polizei konnte in den Räumlichkeiten auch zwei weitere Gewehre sicherstellen. Alle drei hatte der Mann legal besessen, wie es hieß. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

FPÖ-Mandatar schoss von Balkon
Erst am Freitag hatte ein, mittlerweile ehemaliger, FPÖ-Mandatar im Salzburger Flachau für einen Cobra-Einsatz gesorgt, als er offenbar aus Wut über die Absetzung des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) 29-mal vom Balkon eines Hauses gefeuert hatte. Der Verdächtige wurde vom Amtsarzt in eine Klinik eingewiesen und auf freiem Fuß angezeigt. Mit sofortiger Wirkung wurde er nach dem Vorfall aus der Partei ausgeschlossen.

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