Bundesliga

Jelavic lässt Rapid jubeln – Pflichtsieg für die Austria

Fußball
17.04.2010 20:13
Dank eines problemlosen 3:0-Heimsiegs gegen Wiener Neustadt hat Rapid am Samstagabend den Rückstand auf Tabellenführer Salzburg zumindest bis Sonntag auf fünf Punkte verkürzt. Jelavic (2) und Hofmann waren in der Partie des 31. Spieltags der tipp3-Bundesliga für die Wiener erfolgreich. Die Austria gab sich in Kärnten keine Blöße und gewann mit 2:0. Ried siegte dank zweier Elfmetertreffer gegen Kapfenberg, Mattersburg und Sturm trennten sich torlos.

Rapid - Wiener Neustadt 3:0 (1:0)
Rekordmeister Rapid feierte vor 16.900 Zuschauern im Hanappi-Stadion gegen Wiener Neustadt einen völlig verdienten 3:0-Heimsieg. Nikica Jelavic mit einem Kopfball-Doppelpack (21., 80.) sowie Kapitän Steffen Hofmann (54.) machten mit ihren Toren die enttäuschende Nullnummer unter der Woche gegen den LASK vergessen. Die Rapidler, die eine starke Leistung boten, sind damit schon neun Runden ungeschlagen.

Wiener Neustadts Trainer Peter Schöttel wurde bei seinem erstmaligen Auftritt als Coach eines gegnerischen Bundesligisten im Hanappi-Stadion von den Rapid-Fans mit Sprechchören und Transparenten freundlich empfangen. Die Elf des Rapid-Rekordspielers startete gut in die Partie und hielt in den Anfangsminuten voll dagegen. Einziges Manko des Aufsteigers vor der Pause war die Anfälligkeit bei Standardsituationen.

Jeweils nach einem Eckball von Hofmann schoss Dober mit links deutlich drüber (15.), Eder setzte einen Kopfball über das Tor (18.). Bei einem Direkt-Versuch des Rapid-Kapitäns war Wiener-Neustadt-Goalie Fornezzi auf dem Posten (20.). Im nächsten Anlauf war der slowenische Tormann dann aber machtlos. Nach einem neuerlichen Hofmann-Corner köpfte der heranstürmende Jelavic vom Fünfer via Innenstange zum 1:0 ein (21.). Wiener Neustadt war zweimal einem Treffer nahe, Rapid-Goalie Hedl war aber sowohl bei einem Viana-Schuss aus spitzem Winkel (17.) als auch bei einem gefinkelten Koulousek-Freistoß (37./Fußabwehr) auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel legten die Wiener nach zwei vergebenen Möglichkeiten von Boskovic (49.) und Salihi (52.) schnell den Grundstein zum Sieg. Nach einer Drazan-Flanke und einer Fornezzi-Abwehr gab Jelavic zurück auf Hofmann und der Mittelfeldregisseur schoss genau unter die Latte zum 2:0 ein (54.). Danach hatten Hofmann und Co. leichtes Spiel. Während Dober (67./drüber) und Boskovic (70./knapp daneben) noch im Abschluss die Effizienz vermissen ließen, machte Jelavic seine Sache besser. Nach einer Thonhofer-Flanke beförderte der Kroate wie beim 1:0 den Ball per Kopf und via Innenstange ins gegnerische Tor (80.).

Austria Kärnten - Austria Wien 0:2 (0:1)
Die Wiener Austria bleibt auf klarem Kurs Richtung Europacup. Während sich Sturm mit einem Punkt begnügen musste, gingen die Violetten gegen Schlusslicht Austria Kärnten als 2:0-Sieger vom Platz. Die Mannschaft von Karl Daxbacher liegt fünf Runden vor Saisonende nun acht Zähler vor den Grazern auf dem dritten Tabellenrang. Auch Stadtrivale Rapid ist mit nur drei Punkten Abstand noch in Reichweite.

Michael Liendl stellte in Klagenfurt mit einem direkt verwerteten Freistoß in der 27. Minute die Weichen auf Sieg. Joker Petr Vorisek (93.) gelang Sekunden vor dem Abpfiff die Entscheidung. Die Austria, die in Kärnten im Herbst noch 1:2 unterlegen war, feierte damit den fünften Erfolg in den jüngsten sieben Partien. Kärnten hat bei weiter 15 Punkten Rückstand auf Kapfenberg nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

In einer über weite Strecken ereignislosen Partie reichte der Austria eine Standardsituation, um die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Der für den verletzten Kapitän Acimovic aufgebotene Liendl überraschte Kärntens anstelle des geschonten Schranz aufgebotenen Bundesliga-Debütanten Georg Blatnik mit einem direkt verwerteten Freistoß ins kurze Eck. Die auch ohne den gesperrten Junuzovic angetretene Austria war zwar optisch überlegen, zeigte ansonsten aber wenig nennenswerte Aktionen. 

Mit Pink anstelle von Blanchard setzte der sichtlich unzufriedene Kärnten-Coach Prelogar nach Seitenwechsel auf neuen Schwung im Angriff. Der 19-Jährige setzte sich mit einem Lattenschuss aus 20 Metern (66.) auch einmal in Szene. Kärnten kam besser ins Spiel, war aber zu ineffektiv, um die Torsperre der Violetten zu brechen. Im Finish war die Austria dem zweiten Tor deutlich näher. Nachdem Klein (87./88.) und der eingewechselte Schumacher (90.) bereits gescheitert waren, besorgte Vorisek nach Vorarbeit von Jun die endgültige Entscheidung.

Mattersburg - Sturm Graz 0:0
Sturm Graz muss die Hoffnungen auf einen Europacupplatz über die Meisterschaft wohl ad acta legen. Die viertplatzierten Steirer kamen bei Mattersburg nicht über ein 0:0 hinaus und liegen bereits acht Punkte hinter Austria Wien. In einer über weite Strecken enttäuschenden Partie konnten die Steirer ihre Stärken nicht richtig ausspielen und erstmals in dieser Saison die Burgenländer nicht schlagen.

Mattersburg erwies sich in der Anfangsphase der ersten Hälfte als ebenbürtiger Gegner, schon nach rund 20 Minuten hatten die ohne Jantscher, Hlinka (beide gesperrt) sowie Beichler (verletzt) angetretenen Gäste aber besser ins Spiel gefunden und tauchten einige Male gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Sturm-Akteur Andreas Hölzl konnte dazu aber nur wenig beitragen, der ÖFB-Teamkicker kegelte sich in der 17. Minute die rechte Schulter aus und wurde sechs Minuten später durch Prawda ersetzt.

Die besten Einschussmöglichkeiten aufseiten der Grazer fand in der 24. Minute Kienast vor, der nach einem präzisen Lochpass von Salmutter erst an Bliem scheiterte. Für Mattersburg verfehlte Spuller mit einem Volleyversuch Sekunden vor dem Pausenpfiff den Grazer Kasten.

Die zweite Hälfte begann wenig spektakulär, vorläufiger Höhepunkt blieb ein Zusammenstoß zwischen Schildenfeld und Naumoski, der Letzterem eine Platzwunde am Kopf sowie einen "Turban" eintrug. Von Dynamik war freilich auch danach wenig zu merken, im Pappelstadion kam Langeweile auf. Den Matchball vergab schließlich aber Naumoski, dessen vermeintlicher Siegtreffer per Kopf sich als Lattenpendler entpuppte (80.). Sturm kam in einem spannenden Finish noch einige Male in Bedrängnis, in der 84. Minute wurde ein Tor der Burgenländer zurecht aberkannt, weil Waltner zuvor im Abseits gestanden war. Schildenfeld scheiterte kurz vor dem Schlusspfiff an Bliem, wenig später parierte der gute Mattersburg-Goalie noch einen Schuss des eingewechselten Lavric.

Ried - Kapfenberg 2:1 (1:1)
Ried hat rechtzeitig vor dem Cup-Halbfinale am Mittwoch gegen Sturm Graz Selbstvertrauen getankt. Das Team von Paul Gludovatz setzte sich gegen Kapfenberg mit 2:1 durch und hat nach dem ersten Erfolg nach sechs sieglosen Matches einige Sorgen weniger. Die Rieder waren durch einen Freistoß von Pavlov neuerlich in Rückstand geraten (28.), doch Herwig Drechsel sorgte mit zwei Elfer-Toren - jeweils nach Foul von Rauscher, der deshalb in der 53. Minute die Gelb-Rote Karte erhielt - dafür, dass die Oberösterreicher auch das vierte Heimspiel gegen die Mannschaft von Trainer Werner Gregoritsch gewannen.

Beide Teams waren zuletzt alles andere als erfolgsverwöhnt - Ried war in den vergangenen 14 Spielen nur ein Sieg gelungen, Kapfenberg ist nun schon neun Runden sieglos (0-4-5), hat als Neunter aber dennoch 15 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten. Es gab zwar Chancen, doch die Tore fielen aus Standardsituationen. Aus einem umstrittenen Freistoß brachte der zuletzt gesperrte Pavlov die Steirer mit seinem siebten Saisontreffer in Führung. Nacho scheiterte bei der vorerst besten Rieder Chance nach Hammerer-Vorarbeit an Keeper Wolf (42.), doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durften die Fans der Gastgeber doch noch jubeln.

Nach einem Foul von Rauscher an Hammerer glich Drechsel aus. Bald nach dem Wechsel verwertete der Routinier kaltblütig auch den zweiten Penalty. Rauscher hatte sich neuerlich nur mit einem Foul zu helfen gewusst, nach der Attacke an Nacho musste er vorzeitig in die Kabine. Kapfenberg kämpfte in der Folge um das Remis (Sencar scheiterte aus kurzer Distanz/48.), doch die Rieder waren an diesem Tag stärker und gewannen dank der stärkeren zweiten Hälfte verdient.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Fußball
17.04.2010 20:13
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele

Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung