Anna Veith wird 30

„Vielleicht sind ja Sektgläser im Picknickkorb“

Wintersport
18.06.2019 06:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin Anna Veith wird heute 30. Der „Krone“ verriet sie, wie sie feiert, welche Wünsche sie hat - und was ihr kein schlechtes Gewissen bereitet.

Anna Veith schlendert den Feldweg entlang. Hoch oben in Rohrmoos auf dem Berg lässt es sich einfacher nachdenken. An ihrem heutigen 30. Geburtstag steht aber nicht nur das an, die Augen sind auf die kommende Saison gerichtet. „Ich werde natürlich trainieren, aber wenn es sich irgendwie ausgeht, versuche ich einen netten Spaziergang im Grünen zu machen - und vielleicht sind auch zufällig zwei Gläschen Sekt im Picknickkorb zum Anstoßen.“

Heute wird mit Ehemann Manuel gefeiert, am Donnerstag mit der gesamten Familie. Und Freunden natürlich. „Manuel ist ein Romantiker. Er macht sich eigentlich immer Gedanken und schenkt mir auch zwischendurch Kleinigkeiten. Das freut mich, und ich erachte das keinesfalls als selbstverständlich.“

Keine Riesenparty
 Eine Riesenparty wird es nicht geben. „Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich Leistungssportlerin bin. Da bin ich generell nicht der Typ dafür. Mir ist Zeit mit Menschen, die mir nahestehen wichtiger, als in die Disco oder irgendein anderes Lokal zu gehen.“ Wünsche für die Zukunft? „Gesunde Kinder bekommen. Aber das ist noch ein bisschen weg. Ich bin dankbar für das, was ich habe und wünsche mir, dass es so weitergeht. Aber ich fühl mich nicht anders, nur weil ich 30 bin.“

„Stress“ mit ihrer Popularität? „Natürlich wird’ ich beobachtet. Dass Leute flüstern, ,ist sie es wirklich’, merkt man. Aber das ist keine Belastung. Und man lernt, damit umzugehen.“

Es gibt noch Träume
 Dass Anna für viele Vorbild ist, ist ihr bewusst. „Wie ich als Mensch rüberkomme, ist schwer einschätzbar. Aber ich glaube schon, dass man mich wahrnimmt, wie ich bin. Ich bin kritisch und sage, was ich mir denke.“
Sagt sie und macht sich auf den Heimweg. Denn das Stück Torte darf trotz des Ernährungsplans nicht fehlen. „Ich hab sicher kein schlechtes Gewissen deswegen. Außerdem ist das eine Belohnung fürs harte Training. Wenn ich Geburtstag habe, stoße ich auch mit einem Sekt oder Wein an. Das nennt man Leben.“

Das mit Manuel an ihrer Seite perfekt erscheint. „Wir haben durch den Sport gelernt, uns hohe Ziele zu stecken. Wir können uns in unseren Berufen gut unterstützen. Und wir haben beide noch Träume.“ Das ist doch das Wichtigste.

Vera Lischka, Kronen Zeitung

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