Di, 25. Juni 2019
12.06.2019 10:30

Nach Prügel-Video

Studie: Jeder Vierte war schon Opfer von Gewalt

Erst kürzlich haben die brutalen Szenen eines Prügelvideos unter Jugendlichen für Entsetzen gesorgt. Eine Studie zeigt nun, dass bereits jeder vierte Österreicher seit seinem 16. Lebensjahr schon einmal Opfer eines tätlichen Übergriffs geworden ist. Zudem haben rund 84 Prozent der Österreicher den Eindruck, dass die Gewaltbereitschaft allgemein zugenommen habe. Speziell unter Ausländern und Migranten sehen drei Viertel eine wachsende Brutalität. Zwei Drittel haben aber auch den Eindruck, dass an Schulen der Umgang härter wird.

Wie berichtet, ist die Gesamtzahl der angezeigten Gewalttaten an den Bildungseinrichtungen des Landes ist im Vorjahr im Vergleich zu 2017 um 13,5 Prozent gestiegen, wie aus vorläufigen Daten des Ministerium hervorgeht. Das Linzer Meinungsforschungsinstituts Market nicht zuletzt angesichts dieser Entwicklung Anfang Juni 809 Online-Interviews mit Personen ab 16 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht.

18 Prozent getreten oder geschlagen
Von jenen Befragten, die bereits selber einmal im Leben Gewalt am eigenen Leib zu spüren bekommen haben, gaben 35 Prozent an, eine leichte Ohrfeige erhalten zu haben. 29 Prozent sagten, gestoßen worden zu sein, und 20 Prozent erklärten, dass nach ihnen mit einem verletzenden Gegenstand geworfen wurde. Getreten oder geschlagen wurden jeweils 18 bzw. 15 Prozent. Ein deutlich geringerer Anteil gab zu, selber schon jemanden leicht geohrfeigt (20 Prozent) oder absichtlich gestoßen (15 Prozent) zu haben.

Video: Neues Prügelvideo unter Wiener Schülern schockiert

Sicherheitsgefühl dennoch stark
Trotz dem offenbar vorherrschenden Gefühl, dass die Brutalität in der Gesellschaft zunimmt, fühlen sich dennoch 85 Prozent der Österreicher sehr bzw. eher sicher. In der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen empfinden dies nur 78 Prozent, 16 Prozent rechnen damit, einmal angegriffen zu werden.

Aufklärung, Polizeiarbeit, Strafen
Um die im Steigen eingeschätzte Gewaltbereitschaft einzudämmen, erachten es 67 Prozent als sehr sinnvoll, bereits in Kindergärten und Schulen mit entsprechender Aufklärungsarbeit anzusetzen. Von einer höheren Polizeipräsenz im öffentlichen Raum erwarten sich mehr als die Hälfte der Österreicher einen Rückgang der Brutalität. Auch härtere Strafen bei leichteren Delikten zur Abschreckung halten 44 Prozent für sehr zielführend.

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