15.05.2019 22:02 |

„Sicherheitsbedenken“

USA stellen Flüge nach Venezuela ein

Zahlreiche ausländische Fluglinien steuern seit Monaten keine venezolanische Flughäfen mehr an. Nun hat die US-Regierung die Aussetzung aller Passagier- und Güterflüge aus den Vereinigten Staaten in den Krisenstaat sowie von Venezuela in die USA angeordnet. Begründet wird die Entscheidung des Verkehrsministeriums in Washington mit „Sicherheitsbedenken“ wegen der Proteste gegen die Regierung von Präsident Nicolas Maduro. 

Dieser befindet sich seit Monaten in einem Machtkampf mit Oppositionsführer Juan Guaido, der sich im Jänner selbst zum rechtmäßigen Interimspräsidenten ernannt hatte und seither offen zur Rebellion gegen den sozialistischen Staatschef aufruft. Nach mehreren Toten und der nach wie vor unklaren Situation hat nun das Verkehrsministerium auf Bitten des Heimatschutzministeriums die Verordnung erlassen. „Die Situation in Venezuela stellt eine Bedrohung für die Sicherheit von Fluggästen, Crews und der Flugzeuge dar“, heißt es in dem Schreiben.

In der Vorwoche hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Druck auf Maduro einmal mehr erhöht und weitere Sanktionen erlassen. Diese betreffen den Verteidigungs- und Sicherheitssektor des Ölstaates. Gegen amerikanische und ausländische Firmen, die in diesen Bereichen Venezuelas aktiv seien, könnten jetzt Strafmaßnahmen verhängt werden, teilte das Finanzministerium in Washington am Freitag mit. Für Firmen, die mit der Öl- und Bankenbranche Venezuelas Geschäfte machen, gilt dies bereits. So hofft Washington, Maduros Regierung in die Knie zwingen zu können.

Pompeo: „Hoffen auf Ende der russischen Unterstützung Maduros“
Bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow forderte US-Außenminister Mike Pompeo Russland auf, die Unterstützung für Präsident Maduro aufzugeben. Es sei an der Zeit, dass Maduro seinen Posten räume, denn er habe den Menschen in dem südamerikanischen Land nichts als Leid gebracht. Es müsse freie und faire Wahlen in Venezuela ohne Einmischung von außen geben, fügte der Minister bei seiner Pressekonferenz in Sotschi hinzu.

Russland gehört zu den Staaten, die die Regierung Maduros stützen. Die USA, Deutschland, viele EU-Staaten und mehrere lateinamerikanische Länder haben dagegen Guaido als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt.

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