08.05.2019 18:31 |

Angreifer festgenommen

Amoklauf in Schule: Ein Toter, acht Verletzte

Ein 18 Jahre alter Schüler ist durch Schüsse an einer Schule im US-Bundesstaat Colorado getötet worden. Acht weitere Schüler wurden bei der Attacke am Dienstag (Ortszeit) verletzt, mehrere davon schwer, wie das Büro des Sheriffs in Douglas County, Tony Spurlock, mitteilte. Die beiden mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden.

Die Polizei geht davon aus, dass die Angreifer, ein Jugendlicher und ein Mädchen, selber Schüler an der betroffenen Schule (Science, Technology, Engineering and Math School - STEM) in Highlands Ranch seien. Über ihr Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Der eine Verdächtige sei bereits volljährig, die andere sei eine Jugendliche, sagte er. Man sei bei der Festnahme am Dienstag aufgrund des Aussehens zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen Buben handelte. „Es war eine verwirrende Situation“, sagte Spurlock. Er betonte auch, es sei rund um die Festnahme nicht zu einem Schusswechsel mit den beiden gekommen.

Pistole aus Gitarrenkoffer gezogen
Ein Mann, der einen örtlichen Radiosender anrief, erzählte, dass zwei Personen in das Klassenzimmer seines Sohnes gestürmt waren, das Feuer eröffnet und zwei Schüler verletzt hatten. Ein Mann, der sich als Fernando Montoya identifizierte, sagte dem lokalen Sender Denver 7, sein 17-jähriger Sohn sei dreimal angeschossen worden. „Er sagte, ein Typ habe eine Pistole aus einem Gitarrenkoffer gezogen und zu schießen begonnen.“

„Hatten Täter nicht auf dem Radar“
Auf die Frage, ob die mutmaßlichen Täter bereits zuvor aufgefallen waren, sagte der Sheriff: „Wir hatten sie nicht auf dem Radar.“ Bei allen Verletzten handle es sich um Schüler. Lehrer oder anderes Schulpersonal seien nicht betroffen. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. „Das ist ein furchtbares Ereignis.“

Laxe Waffengesetze in den USA
In den USA kommt es immer wieder zu Angriffen in Schulen - auch wegen der laxen Waffengesetze. Schusswaffen sind leicht zu beschaffen. Erst im vergangenen Monat waren vor dem Jahrestag des Columbine-Schulmassakers aus Angst vor einem möglichen Angriff einer 18-Jährigen die Columbine Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver geschlossen worden.

Die Verdächtige wurde später tot aufgefunden. Sie war vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und hatte dort eine Schusswaffe und Munition gekauft. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als „bewaffnet und gefährlich“ eingestuft worden war.

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