Innviertler forschten

Blutzucker als „Motor“ für Herzschrittmacher

Statt den Herzschrittmacher mit einer Batterie anzutreiben und diese dann immer wieder tauschen zu müssen, kann Blutzucker zu Energie umgewandelt werden und so zum Antrieb werden! Das Projekt von zwei Absolventen der HTL Braunau überzeugte bei der oberösterreichweiten Energy-Globe-Verleihung in Wels.

Beim London-International-Youth-Science-Forum im Sommer 2018 vertraten Leonhard Winkler und Christoph Schnitzinger Österreich. Nun räumten die 19-jährigen Innviertler auch bei der Oberösterreich-Verleihung des Energy Globe in Wels ab, gewannen in der Kategorie Jugend.

Zuckerlösung statt Blut verwendet
Im Rahmen ihrer Diplomarbeit investierten Winkler und Schnitzinger im letzten Jahr an der HTL in Braunau den Großteil des Schuljahrs dafür, um die Batterie, wie sie heute für Herzschrittmacher verwendet wird, zu ersetzen. „Wir haben dafür eine Katalysator hergestellt. Mithilfe von Nanopartikel und einer Elektrode haben wir dann Energie erzeugt“, erzählt Winkler. Für die Tests verwendeten die beiden Energy-Globe-Gewinner übrigens kein Blut, sondern eine Zuckerlösung mit ähnlichen Eigenschaften.

„Einfach unglaublich“
Ob das Projekt Zukunft hat? „Schon seit den 1960er-Jahren wird in dem Bereich geforscht“, verrät Winkler, der vom Potenzial überzeugt ist: „Es werden nicht nur beim Herzen Implantate in den Körper eingesetzt, die Strom benötigen. Hier wird sich noch viel tun.“ Der Erfindergeist der zwei Innviertler hinterließ auch bei Wolfgang Neumann Eindruck. „Die Jugendlichen von heute sind einfach unglaublich“, staunte der Energy-Globe-Erfinder.

Viele durften jubeln
Wer in Wels noch ausgezeichnet wurde? Das Urban-Gardening-Projekt Morgentaugärten, die Wärmerückgewinnung der Amag, Claro für seine Öko-Premium-Produktlinie, Link3 GmbH aus Attnang-Puchheim, sowie ThermoWhite aus Spital am Pyhrn. Gesamtsieger wurden die Tp3-Architekten für ihre Sanierung der Volksschule Reichenau im Mühlkreis und ein Wärme-Projekt der Energie AG mit dem Zementwerk Hatschek und der Stadt Gmunden.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Montag, 12. April 2021
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