15.04.2019 14:40 |

Neue Heizungen

Land bietet Gemeinden bei Öl-Ausstieg Sonderbonus

Ölheizungen in öffentlichen Gebäuden haben ein Ablaufdatum: Für die 23 verbliebenen in 16 der e5-Gemeinden wird nun das Ende eingeläutet. Ab sofort stellt das Energieressort des Landes eine zusätzliche Förderung zur Verfügung, um zu motivieren, ihre Gebäude auf erneuerbare Energie umzustellen.

„Die 33 e5-Gemeinden in Salzburg sind Vorreiter beim Klimaschutz. Rund die Hälfte von ihnen benötigt für ihre eigenen Kommunalgebäude bereits heute keinen Ölkessel mehr“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Dennoch gibt es noch einiges zu tun.

Ein großer Teil der kommunalen Objekte wurde bereits an lokale Nahwärmenetze wie Biomasse-Heizwerke oder Industrieabwärme angeschlossen. In Köstendorf werden beispielsweise seit mehr als 30 Jahren ein Großteil der Gemeindegebäude über das eigene Nahwärmenetz versorgt. Gleiches gilt etwa für die Gemeinden Grödig, Radstadt oder Pfarrwerfen. Seniorenwohnheime und Sportanlagen erhielten zusätzlich Solaranlagen für den Warmwasserbedarf.

Sehr oft wurden in Kommunalbauten fossile Heizanlagen durch moderne Pellets- oder Hackschnitzelkessel ausgetauscht. In Seekirchen am Wallersee ist in der Volksschule Edt-Mödlham seit Herbst 2014 eine Pelletsanlage in Betrieb. Sie ersetzt eine 22 Jahre alte Ölheizung und versorgt auch den benachbarten Kindergarten mit Wärme. 15.000 Liter Öl konnten seither jährlich eingespart werden, die CO2-Bilanz der e5-Gemeinde wurde deutlich verbessert.

Neben zusätzlichem Geld unterstützt das Land den „Rausschmiss“ der Ölkessel aus Gemeindegebäuden auch durch Beratungen. Ab sofort steht als Ergänzung zu Förderungen von Bund und Land auch ein „Ölkessel-Raus-Bonus für e5-Gemeinden“ zur Verfügung. Im Durchschnitt wird etwa ein Drittel der Kosten übernommen.

Die Sonderaktion läuft bis Ende 2020. Weitere Informationen können beim e5-Landesprogramm per E-Mail: e5-salzburg@salzburg.gv.at oder beim Referat Energiewirtschaft und -beratung, energie@salzburg.gv.at, angefordert werden. Die Initiative ist Teil der Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050.

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