19.03.2019 11:16 |

Keine Entscheidung

Hirscher: „Kann Erwartungen nicht erfüllen“

Aufhören oder weitermachen? Es ist die Frage, die er seit Wochen bei jedem Pressetermin gestellt bekommt, und die Ski-Star Marcel Hirscher auch am Dienstag in Wien nicht beantworten konnte. „Ich muss euch enttäuschen, ich kann eure Erwartungen nicht erfüllen“, sagte er zu den Journalisten in der Raiffeisen-Zentrale. Der 30-Jährige möchte sich „eine gewisse Zeit“ geben.

In der Raiffeisen-Zentrale zog Österreichs Ski-Superstar heute vor Journalisten Bilanz über seine wieder einmal höchst erfolgreiche Saison. Zum achten Mal in Folge gewann der Salzburger den Gesamtweltcup, zum jeweils sechsten Mal die Wertungen im Slalom und Riesentorlauf. Mit 20 Kristallkugeln hält er nun gemeinsam mit Lindsey Vonn (USA) den Rekord. Außerdem gab’s in Aare noch WM-Gold und -Silber.

Hirscher ein „Gefühlsmensch“
Zu seiner Zukunft sagte er: „Ich muss schauen, wie ich in den Sommer hinein komme und ob es möglich ist, noch einmal um Kugeln mitkämpfen zu können. Ich bin eher der Gefühlsmensch und werde schauen, ob die Freude noch da ist.“ Er will sich Zeit geben, sein Team aber nicht zu lange warten lassen. 

„Sonst hätte ich in Schladming aufgehört“
Die Frage nach dem Aufhören, wenn es am schönsten ist, habe er sich schon oft stellen dürfen: „Glücklicherweise bin ich diesem Leitfaden nie nachgegangen, sonst hätte ich 2012 in Schladming aufgehört.“

Vor allem die Krankheit bei der Ski-WM in Aare kostete ihm viel Kraft: „Für ein normales Rennen wäre ich nicht aufgestanden“. Das hatte auch Folgen: „Ich bin am Slalom letzte Laufzeit gefahren. So schlecht war ich noch nie“, so Hirscher über die überraschend schwachen Ergebnisse zu Saisonende. "Deshalb ist es für mich nicht selbstverständlich, wie es in den letzten Jahren gelaufen ist.“ 

Neue „Kombination“
Es war wieder eine überragende Saison: Der 30-jährige Salzburger brachte es in seinen 22 Rennen auf neun Siege, er hält nun bei 67, womit dem regierenden Slalom-Weltmeister noch 19 auf die Rekordmarke des Schweden Ingemar Stenmark mit 86 fehlen. Nach dem Saisonende gibt es für ihn nun eine neue „Kombination“. „Das Baby herumtragen - und ein bissl kochen“, so der Jungpapa, der sich nun auf die Zeit mit seiner Ehefrau Laura und seinem Sohnemann freut, zuletzt gegenüber der „Krone“. 

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