Schweres Cup-Los

Kühbauer: „Werden jetzt nicht zu jammern beginnen“

Rapid hat am Sonntag im Allianz Stadion eine Partie mit Seltenheitswert abgeliefert. Die Hütteldorfer zeigten beim 5:2 im Cup-Viertelfinale über den TSV Hartberg jene Offensivstärke, die im Herbst schmerzlich vermisst worden war. Zum ersten Mal seit dem 20. Juli des Vorjahres, als Kufstein in der ersten Cup-Runde 5:0 besiegt wurde, landete der Ball fünf Mal im gegnerischen Netz. Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff war die Stimmung im Westen Wiens aber schon wieder etwas getrübt, weil die Wiener im Semifinale ein Auswärtsmatch gegen den formstarken Liga-Zweiten LASK zugelost bekamen.

Dem Meister Red Bull Salzburg, der beim 2:1 in Wiener Neustadt Dienst nach Vorschrift verrichtete, bescherte U21-Teamchef Werner Gregoritsch als Glücksfee ein Duell mit dem Regionalligisten GAK in Graz. Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer wäre einem Kräftemessen mit dem Austria-Bezwinger wohl nicht abgeneigt gewesen, zumindest ein Heimspiel hätte sich der Ex-ÖFB-Internationale gewünscht. „Der LASK hat eine sehr gute Truppe, die seit Jahren eingespielt ist. Aber wir werden nicht zu jammern beginnen, nehmen das Los an und werden alles reinhauen, um ins Finale zu kommen“, versprach Kühbauer.

Der Cup-Bewerb hat für die Grün-Weißen einen besonderen Stellenwert: Zum einen bedeutet er die einzige halbwegs realistische Chance auf einen Titel, dem Rapid bereits seit dem Gewinn der Meisterschaft 2008 nachläuft. Zum anderen könnte der Pokal-Triumph das Ticket für einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase sein. Ansonsten hätte Rapid wohl nur die Chance, über den beschwerlichen Umweg Qualifikationsgruppe und Play-off-Spiele in den Europacup zu kommen, schließlich scheinen die Top Sechs der Meistergruppe außer Reichweite.

Immerhin keimte nach dem Erfolg über Hartberg die zarte Hoffnung auf eine Aufholjagd in der Bundesliga auf. Kühbauer konzedierte seiner Truppe mit Ausnahme von Defensivschwächen im Finish eine „sehr gute Leistung“ und meinte: „Das war auch wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Wenn wir gestrauchelt oder mit einem schlechten Spiel weitergekommen wären, wäre der Druck nicht weniger geworden.“ In Jubelstürme werde man dennoch nicht ausbrechen, kündigte der Burgenländer an.

Zwei Erfolgsgaranten
Seine Erfolgsgaranten waren diesmal Thomas Murg und Andrija Pavlovic, die es jeweils auf zwei Tore und einen Assist brachten. Letzterer hält damit schon bei vier Cup-Toren, hat aber für Rapid in der Liga und in der Europa League noch nicht getroffen. Demnächst muss Pavlovic mit Aliou Badji um den Platz im Sturm-Zentrum kämpfen - die Spielgenehmigung für den im Winter geholten 21-jährigen Senegalesen dürfte in den kommenden Tagen eintreffen. „Konkurrenz ist immer wichtig. Ich versuche einfach, mich in den Trainings und Spielen gut zu präsentieren“, erklärte der Serbe. Beim 0:1 in der Europa League gegen Inter Mailand war er gar nicht im Kader gestanden, Murg hatte es gegen die Italiener nur zu einem Kurzeinsatz gebracht.

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