Test ohne Security

„Nachtschwärmer“ randalieren in Disco-Bussen

Nicht nur Asylwerber mischen - wie berichtet - „Öffis“ auf. Wie der OÖ. Verkehrsverbund gestern mitteilte, gibt es auch beim „Nachtschwärmer“ genannten Disco-Bus im Bezirk Vöcklabruck massive Probleme mit betrunkenen, randalierenden Jugendlichen. Bisher bewachten Securitys die Linie. Nun läuft ein Test, ob es auch ohne geht.

Seit mehr als 13 Jahren ist der „Nachtschwärmer“ immer freitags und samstags zwischen Schwanenstadt und St. Georgen im Attergau unterwegs, im Vorjahr haben rund 25.000 vorwiegend Jugendliche dieses Angebot genutzt. Zwei Drittel der Fahrgäste besitzen ein OÖVV-Jugendticket, die Fahrgelderlöse machen daher nur 15.000 Euro aus, der jährliche Betrieb kostet hingegen 126.000 Euro. Wirklich problematisch ist aber, dass es im Vorjahr aufgrund des Verhaltens der Jugendlichenzu zahlreichen Fahrtunterbrechungen und sogar kompletten Abbrüchen gekommen ist.

Busfahrer sind überfordert
Die Busfahrer sind den oft alkoholisierten, aggressiven und randalierenden Jungen nicht mehr gewachsen und mussten mehrmals die Polizei alarmieren. Der OÖVV setzt deswegen seit vielen Wochen Sicherheitspersonal in den Bussen ein. Die Kosten betragen 6500 Euro im Monat.

Wenn’s nicht funktioniert, wird’s teuer
„Weder das Land OÖ noch die Gemeinden sind verständlicherweise bereit, Steuergeld für das Fehlverhalten von betrunkenen Jugendlichen aufzuwenden. Wir haben uns mit Infrastrukturlandesrat Steinkellner und den Bürgermeistern abgestimmt und vereinbart, dass notwendigenfalls die Jugendlichen selbst für die anfallenden Sicherheitskosten aufkommen müssen“, sagt OÖVV-Chef Herbert Kubasta.Ende Februar wird der Sicherheitsdienst eingestellt und beobachtet, wie’s funktioniert. Wenn nicht, müssen die Jungen dann 3 Euro pro Fahrt zahlen.

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