EURO-2012-Quali

Didi Constantini flog ohne Spezialwunsch zur Auslosung

Fußball
05.02.2010 10:12
Ohne spezielle Wünsche ist Dietmar Constantini zur am Sonntag um 12 Uhr beginnenden Auslosung der Qualifikation für die EM 2012 nach Warschau gereist. "Ich kann es ja ohnehin nicht beeinflussen", meinte Constantini, dessen Team aus dem dritten von insgesamt sechs Lostöpfen gezogen wird. Das Ziel Constantinis ist klar, egal welche Gegner Österreich bekommt: "Wir wollen uns für die EM qualifizieren, auch wenn's unrealistisch ist."

Es wäre das erste Mal, dass sich Österreich aus eigener Kraft für eine EM qualifiziert, 2008 war man als Co-Gastgeber mit der Schweiz fix dabei. Dafür nötig ist ein Platz in den Top Zwei der Gruppe, die entweder fünf oder sechs Länder umfassen wird. Die Gruppensieger sowie der beste Zweite fahren fix zur EM nach Polen und in die Ukraine, die restlichen acht Gruppenzweiten spielen in einem Play-off um die restlichen vier Plätze.

Traumlos Österreich?
Das altbekannte Suchen nach Traum- und Horror-Gruppen sieht Constantini als interessant für Medien und Fans, selbst beteiligen will sich der Tiroler aber nicht. Constantini glaubt jedoch, dass Österreich für den Großteil der anderen Nationen das Traumlos aus Topf drei ist.

Eine sogenannte Traumgruppe könnte aus dem ersten Topf Kroatien oder Russland bringen, aus dem zweiten Rumänien oder die Slowakei, aus dem vierten Wales oder Zypern, aus dem fünften Liechtenstein und aus dem sechsten San Marino. Eine weit kniffligere Aufgabe könnten hingegen etwa die Kontrahenten Spanien, Schweiz oder Serbien, Slowenien, Albanien und Aserbaidschan bringen.

Oleg Blochin als Glücksfee
Bei der Auslosung für die WM 2010 in Südafrika war Österreich noch aus Topf fünf gelost worden, dass man nun zwei Potts höher eingestuft ist, sei laut Constantini bezüglich Entwicklung der Mannschaft zweifelsohne ein gutes Zeichen. Bei der Auslosung mitwirken werden einige Legenden aus den beiden Veranstalterländern, u.a. die Polen Zbigniew Boniek und Andrzej Szarmach sowie die Ukrainer Oleg Blochin und Andrej Schewtschenko.

Begleitet wird Constantini, der zuletzt einige heimische Bundesligisten im Trainingscamp in der Türkei in Belek und Side besucht und beobachtet hat, nach Polen von ÖFB-Präsident Leo Windtner, Generaldirektor Alfred Ludwig und Pressechef Peter Klinglmüller.

Nächstes Ländermatch am 3. März
Den nächsten Teamkader gibt Constantini fürs Länderspiel am 3. März gegen Dänemark bekannt. Gedanken darüber macht sich der 54-Jährige "laufend". Interessant wird, wie Constantini u.a. mit den Personalien Andreas Ivanschitz, Marko Arnautovic, Erwin Hoffer, Sebastian Prödl oder Roland Linz umgehen wird.

Einteilung der Töpfe
Topf 1: Spanien (Titelverteidiger, Koeffizient: 39,964), Deutschland
(38,294), Niederlande (37,821), Italien (35,838), England (34,819),
Kroatien (33,677), Portugal (33,226), Frankreich (32,551), Russland
(32,477)
Topf 2: Griechenland (31,268), Tschechien (30,871), Schweden
(30,695), Schweiz (30,395), Serbien (29,811), Türkei (29,447),
Dänemark (29,222), Slowakei (28,228), Rumänien (28,145)
Topf 3: Israel (28,052), Bulgarien (27,198), Finnland (26,827),
Norwegen (26,210), Irland (25,971), Schottland (25,646),
Nordirland (24,518), Österreich (24,381), Bosnien-Herzegowina
(24,365)
Topf 4: Slowenien (24,221), Lettland (23,303), Ungarn (23,048),
Litauen (22,071), Weißrussland (21,515), Belgien (21,426), Wales
(21,274), Mazedonien (19,409), Zypern (18,791)
Topf 5: Montenegro (18,751), Albanien (18,319), Estland (17,792),
Georgien (15,819), Moldawien (15,734), Island (15,404), Armenien
(15,164), Kasachstan (14,730), Liechtenstein (13,581)
Topf 6: Aserbaidschan (13,500), Luxemburg (11,872), Malta (11,517), Färöer (10,620), Andorra (9,197), San Marino (7,783)

Die Gastgeber Polen und Ukraine haben einen Fixplatz.

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