06.01.2019 06:00 |

Alltagsintelligenz

Was wir von den Tieren lernen können

Vierbeinige oder gefiederte Vorbilder im täglichen Kampf ums Überleben setzen ihre Fähigkeiten gezielt ein. Dazu gehören nicht nur Mut und Ausdauer, sondern auch Ruhe und Gelassenheit.

Schlau wie ein Fuchs. Stark wie ein Bär. Schlank wie ein Reh. Schlafen wie ein Murmeltier. Flink wie eine Maus. Weit mehr als nur lustige Redewendungen. Hinter diesen tierischen Eigenschaften stecken ausgeklügelte Überlebensstrategien. Bären etwa sind seit altersher gefürchtete und verehrte Lebewesen. Intelligent, hoch entwickelt, gelassen und stark. Sie können mit ihren Ressourcen haushalten, haben es nie eilig, schlagen aber blitzschnell zu, wenn nötig. Der deutsche Zeitmanagement-Experte Prof. Dr. Lothar Seiwert hat die besten „Bären-Tipps“ zusammengestellt:

  • Nutze den Tag
  • Plane deinen Tag
  • Erledige das Wichtige zuerst
  • Gönne dir Auszeiten und mach mal Pause
  • Gewinne Zeit für neue Aufgaben
  • Verwirkliche deine Träume

Kennen Sie das Internetvideo des kleinen Braunbären, der seiner Mama auf einer eis- und schneebedeckten Felswand folgen muss? Er rutscht ständig ab, gibt aber nicht auf, während die Bärin am Felskamm von oben um ihn bangt. Sie reicht ihm die Tatze, verfehlt den Kleinen aber immer wieder.

Ein Bärenkind gibt niemals auf
Mit letzter Anstrengung erreicht das Bärchen den Gipfel. Schon tapsen die beiden, sichtlich erleichtert, weiter. Ein Lehrbeispiel, wie sich Mut und Ausdauer bezahlt machen, letztendlich zum Überlebensmotto werden. Eisbären sind übrigens auch nichts anderes als eine braune Art mit hell erscheinendem Fell. Die Haare sind eigentlich durchsichtig und hohl. Dadurch können sie das auftreffende Sonnenlicht für die Körperwärme speichern. Ihre Haut hingegen ist dunkel.

Pinguine wiederum zeigen uns vor, wie man als Gruppe überlebt: Bei Wind und Wetter fest im Kreis zusammenstehend, wechseln die Tiere mit dicker Fettschicht vom Außenrand in einem festgelegten Rotationszyklus nach innen, jene, die sich schon gewärmt haben, nach außen, damit keiner vo ihnen im Eiswind erfriert.

Fettsäuren aus pflanzlicher Nahrung
Haben Sie je ein adipöses Reh gesehen? Dabei besitzen diese anmutigen Geschöpfe die gleichen Fettzellen, Adipozyten, wie wir. Aber sie ernähren sich ausschließlich von Pflanzen, aus denen sie natürliche Fettsäuren verstoffwechseln. Bei Bedarf können sie leere Fettzellen auffüllen und aktivieren. Auch bei Menschen gibt es so ein Notfallprogramm, nur, dass bei vielen bis zu viermal mehr Fett im Körper vorhanden ist als gebraucht wird. Die Folge: Übergewicht.

Rabenschwarze Intelligenz: Die Vögel gelten als außerordentlich klug, anpassungsfähig und lebenstüchtig. In der Stadt platzieren sie etwa Nüsse bei roten Ampeln auf der Fahrbahn, um sie bei der nächsten Rotphase geknackt wieder abzuholen. Ihre dunkle Erscheinung brachte zahlreiche Mythen auf, wird von ihnen aber zur Abschreckung benutzt. Tapfer halten sie sogar Füchse und Wölfe in Schach.

Marsch! Alle Mäuse dem Käse nach!
Klein, aber oho huschen die Mäuschen durchs Leben. Ihre Grundprämisse - „Wer Käse hat, ist glücklich“. Dafür durchlaufen sie komplizierteste Labyrinth-Gänge, passen sich rasch Veränderungen an, kooperieren und überwinden Ängste. Fazit: Flexibilität, Mut und Ausdauer lohnen sich. Probieren Sie es aus! Erfolg garantiert.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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