19.12.2018 10:20 |

Unter Bett versteckt:

Blutspur führt Polizei zu Alkolenker

Mit 1,2 Promille setzte sich ein 25-Jähriger im Bezirk Waidhofen an der Thaya nachts ans Steuer seines Pkw. Ein folgenschwerer Fehler: Bei gleich mehreren Unfällen demolierte der Mann sein Auto, zog sich Gesichtsverletzungen zu - Fahrerflucht. Daheim versteckte er sich unter dem Bett, doch Blut an der Tür verriet ihn.

Es war 23.30 Uhr, als der Alkolenker mit seinem VW Polo kurz vor Vitis von der B 2 abkam und gegen einen Kontrollmast der Gasleitung prallte. Davon ließ sich der 25-Jährige aber nicht stoppen. 200 Meter rumpelte er mit dem Pkw über den angrenzenden Acker und krachte dort in eine Feldzufahrt. „Dabei dürfte er sich schwere Gesichtsverletzungen zugezogen haben“, so ein Polizist. Ein nachkommender Lenker wollte dem blutenden Mann helfen - wurde von dem Betrunkenen jedoch nur beschimpft.

Obwohl die Front des Polo beschädigt war, gab der 25-Jährige aus Waidhofen an der Thaya erneut Gas. Prompt krachte es ein drittes Mal: „An der Kreuzung mit der Bahnhofsstraße in Vitis kollidierte sein Auto mit dem Pkw einer Frau, die uns dann alarmiert hat. Der Unfalllenker fuhr davon“, berichtet ein Ermittler.Feuerwehr musste die Wohnungstür öffnen Da das Kennzeichen seines Wagens am Unfallort zurückgeblieben war, hatten die Polizisten den Wohnort des Flüchtigen rasch ausgeforscht. Auch das Wrack des Polo wurde in Waidhofen an der Thaya entdeckt - mit Blut auf den Vordersitzen und an der Fahrertür. Blutspuren auch an einer Wohnungstür zeigten den Beamten, dass sie an der richtigen Adresse waren. Doch der 25-Jährige weigerte sich, aufzusperren. Ein Fahnder: „Da er offensichtlich schwer verletzt war, ließen wir die Tür von der Feuerwehr öffnen.“ Gefunden wurde der Alkolenker im Schlafzimmer - unter dem Lattenrost seines Bettes. Er wurde ins Spital gebracht.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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