Di, 22. Jänner 2019

Kritik an Privatklinik

17.12.2018 14:50

Klare Regeln für Notfälle VOR Spitälern festgelegt

Das Schicksal des Wiener Trafikanten Wolfgang K. sorgte für viel Gesprächsstoff! Wie berichtet, erlitt der 63-Jährige im November direkt vor dem Krankenhaus Göttlicher Heiland einen Herzinfarkt, die Rettungskette lief allerdings viel zu langsam an. Als Reaktion auf die Tragödie gibt es nun einen neuen Leitfaden.

Rund um das Todesdrama geriet die Klinik in Wien-Hernals ins Kreuzfeuer der Kritik. Obwohl eine Passantin sofort Alarm geschlagen hatte, dauerte es zu lange, bis die Rettungskette in Gang gesetzt wurde. Dies wurde auch vom Sanitätsrat der Stadt Wien festgestellt.

„Vollkommene Klarheit für Notfälle“
Das Krankenhaus selbst arbeitete den Vorfall jedenfalls hausintern auf und legte der zuständigen MA 40 kürzlich eine entsprechende Notfall-Richtlinie vor: „Damit soll in Zukunft vollkommene Klarheit für Notfälle außerhalb des Krankenhaus-Geländes geschaffen werden“, so Sigrid Kern, Sprecherin des Krankenhauses. Untersuchungen hätten überhaupt ergeben, dass es in der Bundeshauptstadt einheitliche Regeln für solche Fälle gar nicht gibt. Kern: „Unser Ergebnis kann somit eine Richtlinie sein, die für alle Wiener Krankenhäuser Gültigkeit hat und für alle Beteiligten für mehr Klarheit sorgen will.“

Die MA 40 hat die vorgestellten Verbesserungsmaßnahmen jedenfalls als positiv bewertet. Neben Schulungen für die Mitarbeiter legt die Richtlinie auch fest, wer die Rettungskette in Gang setzt bzw. „Herzalarm“ auslöst. Im Fall Wolfgang K. soll der Portier die Passantin angewiesen haben, selbst die Rettung zu alarmieren - dies dürfe nun nicht mehr passieren.

Kronen Zeitung

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