16.12.2018 06:00 |

Hautkrebs

Auch im Winter an UV-Schutz denken!

In der kalten Zeit wird die Gefahr durch die Sonne meist unterschätzt. Doch gerade jetzt zieht es viele Menschen in warme Länder oder ins Gebirge. Schützen Sie Ihre Haut und beugen Sie Hautkrebs vor.

Hautkrebs bezeichnet verschiedene bösartige (maligne) Erkrankungen. Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt. „Dabei entarten pigmentbildende Zellen und wachsen in die tiefer liegenden Hautschichten ein“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, ärztlicher Leiter am Dermatologikum Wien. Sie können auch Metastasen (bösartige Absiedelungen) etwa an Lymphknoten, Leber, Lunge, Gehirn etc. bilden.

Regelmäßige Kontrolle
Oft entsteht das Melanom aus einem bereits vorhandenen Muttermal. Doch keine Panik, nicht jeder dunkle Fleck muss gleich gefährlich sein. Als Alarmzeichen gelten die in der ABCDE-Regel festgehaltenen Merkmale: Asymmetrie des Fleckes, unscharfe Begrenzung, Co- lour (wechselnde Farbe innerhalb des Males), Durchmesser (mehr als fünf Millimeter) und Erhabenheit. Wichtig ist eine regelmäßige (mindestens einmal im Jahr) Untersuchung beim Hautarzt.

Tumor entfernen
Primäres Ziel jeder Behandlung ist es, den Tumor komplett zu beseitigen. Um ein mögliches Wiederauftreten (Rezidiv) zu verhindern bzw. viele Jahre hinauszuzögern, können gleich nach der chirurgischen Entfernung unterstützend andere Behandlungsmethoden eingesetzt (adjuvante Therapie) werden. Die Palette der Möglichkeiten ist groß: Bestrahlung, Immuntherapie, auf eine Mutation der Krebszellen zugeschnittene Verfahren (zielgerichtete Therapien) oder - mittlerweile seltener - Chemotherapien.

„Tumore haben Mechanismen, sich dem Immunsystem zu entziehen. Durch bestimmte Substanzen lassen sich alle ,Bremsen‘ der Abwehrkräfte öffnen, sodass sie in der Lage sind, die schädlichen Zellen zu vernichten. Die Herausforderung dabei: eine richtige Dosierung zu finden, damit sich das Immunsystem nicht gegen gesunde Körperzellen richtet“, so Prof. Kunstfeld. Da der Krebs seine Strategien immer wieder wechselt, ist es notwendig, ihn gleich von mehreren Seiten zu bekämpfen.

„Ein großer Teil der Melanome weist eine ganz bestimmte Genmutation auf. Diese lässt sich mittels zielgerichteter Medikamente (wird in Tablettenform verabreicht) hemmen und so die Tumorzelle am Wachstum hindern. Die Forschung konzentriert sich derzeit sehr intensiv darauf, immer mehr Mutationen zu identifizieren und Wirkstoffe zu entwickeln, um die Krebszellen auf molekularer Ebene anzugreifen. “ Die beste Therapie ist jedoch die Vorsorge. Achten Sie daher auch jetzt, vor allem im Gebirge oder am Meer, auf Sonnenschutz.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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