25 Millionen € extra

Sonder-Geldspritze für das Land von der Energie AG

Heftig sprudelt heuer das Füllhorn, vor allem für den Haupteigentümer Land Oberösterreich: Die Energie AG Oberösterreich zahlt für das Geschäftsjahr 2017/18 erstmals eine Sonderdividende, 25 Millionen € kommen auf die seit Jahren gewohnten gut 53 Millionen Euro drauf. Trotz voraussichtlich etwas schlechterem Jahresergebnis. Von beiden Summen entfallen 52,63 Prozent auf das Land Oberösterreich. 

Das Faktum stimmt, bestätigt das Büro von Finanzreferent LH Thomas Stelzer (ÖVP) im zweiten Anlauf:25 Millionen € Sonderdividende schüttet die Energie AG Oberösterreich für das (mit 30. September) abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 an die Aktionäre aus. Der Löwenanteil, 13,16 Millionen € (zusätzlich zu den regulären 28 Millionen Euro!) geht an den 52,63-%-Haupteigentümer Land, hilft Stelzer also bei der Verwirklichung des Nulldefizits 2018 oder 2019, je nachdem, wann die „Geldspritze“ verbucht wird. Insidern zufolge ist die Initiative zur Sonderdividende auch vom Land selbst ausgegangen; formell ist so etwas ein Vorschlag des Vorstands, also letztlich von Generaldirektor Werner Steinecker. Das Geschäftsjahr 2017/18 ist sein erstes volles als Chef.

Miese Wasserführung schmälert Ergebnis
Seit Jahren schüttet die Energie AG 0,6 Euro pro Aktie an die Aktionäre aus, was sich auf gut 53 Millionen Euro pro Jahr summiert. Die 25 Millionen € zusätzlich wird sich die Energie AG leisten können, auch wenn ihr (Konzern-)Gesamtergebnis heuer unter den knapp 157 Millionen € des vorigen Geschäftsjahres liegen sollte. Das könnte sein, zumal die seit Mitte April auch in Oberösterreich grassierende Trockenheit die Wasserführung und damit die Stromproduktion aus den Wasserkraftwerken der Energie AG minderte. Die dafür wichtige Traun lag heuer den größten Teil des Jahres überall weit unter Mittelwasser, siehe hier beispielhaft den Verlauf in Ebelsberg. 

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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