Mo, 21. Jänner 2019

Haustiere

09.11.2018 07:52

Immer mehr Reptilien in Kärntner Haushalten

Reptilienhaltung in Kärntner Haushalten wird immer beliebter. Neben Hund und Katz’ haben auch Leguane, Agamen und Schlangen Einzug in heimische Wohnzimmer gehalten. Experten warnen vor diesem Trend, zumal es sich bei vielen Tieren um Schmuggelware handelt. Sie können einfach im Internet bestellt werden.

Jährlich werden an die 200.000 Kleintiere - unter ihnen auch immer mehr Reptilien - von Osteuropa über Österreich nach Italien und in andere Länder geschmuggelt.

Tierhandel bekämpfen
Mit dem grenzüberschreitenden EU-Projekt „Bio Crime“ soll der illegale und kriminelle Tierhandel bekämpft werden. Polizei und Zoll werden regelmäßig geschult, um illegale Transporte zu enttarnen und Krankheiten der Tiere einschätzen zu können.

Gerade bei Reptilien ist besondere Vorsicht geboten. Bei Giftschlangen muss jeder Handgriff sitzen.

Leider wird auch in Kärnten ein Trend zu vermehrter Reptilienhaltung festgestellt. „Exoten sind alles andere als Kuscheltiere. Sie gehören in Profihände und müssen ebenfalls vor der Profitgier der Menschen geschützt werden“, betonte Tiko-Präsidentin Evelin Pekarekt bei einer „Bio Crime“-Fortbildungsveranstaltung in Klagenfurt.

2017 musste der Reptilienzoo Happ, der als Auffangstation für das Land Kärnten herhalten muss, insgesamt 16 Pythons übernehmen. Der italienische „Bio Crime“-Leiter Paolo Zucca wies auch auf die Gefahr von Zoonosen (von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbare Infektionskrankheiten) hin, die bei Reptilienhaltung bestehe - vor allem für Kleinkinder.

Claudia Fischer
Claudia Fischer

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