WAC wartet im Cup

Rapid: Mit Didi gegen den doppelten Fluch

Seit 1995 im Pokal ohne Titel, nur ein Sieg in 13 Spielen in Wolfsberg  - aber im Cup der letzten Hoffnung wäre ein Achtelfinal-Aus heute für Rapid eine Katastrophe. Sogar ein Elfmeterschießen wurde trainiert. 

Das Lavanttal blieb von der Jahrhundert-Flut in Kärnten verschont. Eine Absage ist kein Thema. Daher reiste Rapid am Dienstag über die Pack. Wie immer, begleitet von einem mulmigen Gefühl.  Wolfsberg mag man nicht. Das war schon unter den Trainern Barisic, Büskens, Canadi und Djuricin so: 13 Spiele, ein Sieg. Und der war - weil in der letzten Liga-Runde  - bedeutungslos. Es ist ein Fluch - die Erklärung fehlt.

Didi Kühbauer könnte es wissen. Zwei Jahre (bis 2015) machte er die Wölfe bissig, führte sie in die Quali der Europa League und ins Cup-Halbfinale nach einem 2:1 gegen, richtig, Rapid. Also Didi, woran scheitert(e) Grün-Weiß? Kühbauer überlegt, umgeht die Antwort: „Die Statistik kann man nicht ignorieren. Aber ich blende das aus, wir leben im Jetzt. Wir müssen dagegenhalten, sie werden uns alles abverlangen.  Entscheidend wird, wie wir den Kampf annehmen. Ich bin unbescholten, gehe da unbelastet rein.“

Aus wäre Katastrophe
Das gilt auch für den zweiten Fluch, den Pokal! Seit 1995 ohne Trophäe, jetzt ist es für Rapid wieder der Cup der letzten Titel-Hoffnung. „Jeder weiß, was in diesem Bewerb in wenigen Spielen möglich ist, da brauche ich nicht viele Worte verlieren“, so Rapids Trainer vor dem heutigen Achtelfinale. Ein Aus wäre eine Katastrophe, dann könnte man die Saison schon in den Kübel werfen.

„Schmerzen bereiten“
Was Wolfsberg nutzen will - Trainer Ilzer (im Bild oben): „Für Rapid hat der Cup höchste Priorität. Wir wollen ihnen Schmerzen bereiten.“ Wie immer im Lavanttal. Wo auf Schwab und Co. das vierte Spiel in elf Tagen wartet. Vielleicht sogar - wie schon in Runde zwei in Mattersburg -  über 120 Minuten. Weshalb Kühbauer im Training seine Schützlinge auch Elfmeter schießen ließ: „Den Stress kann man zwar nicht simulieren. Aber wir brauchen für alles einen Plan.“  

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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