26.09.2018 09:34 |

Neben Maaßen

Gefeuerte Bamf-Chefin nun auch bei Seehofer

Das deutsche Innenministerium entwickelt sich immer mehr zu einer Versorgungsstelle für in Ungnade gefallene Behördenchefs. Laut einem Medienbericht steht die frühere Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vor einer Anstellung im Innenministerium. Jutta Cordt soll dort als Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung übernehmen. Erst vor wenigen Tagen wurde in der Causa Hans-Georg Maaßen ein umstrittener Deal zwischen den Regierungsparteien SPD und CDU/CSU erreicht: Der entlassene Verfassungschutz-Chef erhält den Posten eines Sonderberaters im Ressort von Horst Seehofer.

Seehofer hatte Cordt vor drei Monaten im Skandal um zu Unrecht durch die Bremer Bamf-Außenstelle bewilligte Asylanträge entlassen. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen Cordt und fünf weitere Beschuldigte Ermittlungen ein. Der Innenminister kündigte eine vollständige Aufklärung der Affäre an und stellte auch einen Umbau der Behörde in Aussicht.

Während der wegen des ungeschickten Umgangs mit fremdenfeindlichen Vorkommnissen in der ostdeutschen Stadt Chemnitz unter Druck geratene Maaßen nach langem Hin und Her als Sonderberater für europäische und internationale Fragen weiterhin seine Bezüge in Höhe von rund 11.577 Euro behält, fällt Cordt laut bild.de von der Besoldungsstufe B9 um drei Stufen auf B6. Dies bedeute einen Gehaltsverlust von 1700 Euro.

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