Fr, 14. Dezember 2018

Unkonzentriert?

24.09.2018 06:00

So macht Lernen wieder Spaß

Wie Sie Ihren Nachwuchs beim Pauken unterstützen und die Konzentrationsfähigkeit fördern können - ohne dabei unnötigen Druck aufzubauen. 

Keine Lust. Das Kind sitzt missmutig vor dem Schulheft, die Gedanken schweifen immer wieder ab. Eltern fühlen sich genervt, die Schüler unter Druck. Dabei sind es oft kleine Tipps oder Änderungen im Tagesablauf, die positive Wirkung erzielen.

Eines vorweg: Jeder Mensch ist so individuell in seiner Persönlichkeit und geht auch beim Lernen unterschiedlich an die Sache heran. Deshalb macht natürlich nicht eine bestimmte Maßnahme zum aufmerksamen Schüler. Diese Tipps sollen aber als Anregung dienen. Meist bestehen keine echten Konzentrationsstörungen. Das merkt man daran, dass die Kids in nicht schulische Beschäftigungen sehr wohl „versinken“.

  • Die häufigste Ursache dafür, dass Kinder nicht bei der Sache bleiben, ist Ablenkung. Vor allem Sensible fühlen sich schnell gestört, wenn der Fernseher oder das Radio läuft, die Eltern laut telefonieren und Geschwister umhertoben. Daher am besten die Aufgaben im eigenen Zimmer und nicht am Küchentisch schreiben lassen. Der Raum sollte ruhig, der Schreibtisch leergeräumt sein.
  • Wenn möglich, regelmäßige Lernzeiten einhalten, die der Nachwuchs mitbestimmen darf.
  • Nicht zu viel auf einmal, das überfordert: Eine Aufgabe nach der anderen erledigen, um unnötigen Druck zu vermeiden.
  • Übermüdung mindert häufig die Aufmerksamkeit. Ausgiebig zu schlafen ist die Basis für gute Leistungen. Nachts werden die Inhalte des Tages verarbeitet und gespeichert. Je nach Alter sind mindestens neun Stunden Schlaf wichtig.
  • Viele Eltern unterschätzen Bewegungsmangel als Hemmnis, schulische Aufgaben gut bewältigen zu können. Kinder bekommen beim Sport den Kopf frei und tanken neue Energie. Die positiven Auswirkungen auf das Gehirn gelten längst als erwiesen. Außerdem tun diese Aktivitäten dem Bewegungsapparat gut.
  • Auch die richtige Hirnnahrung spielt natürlich eine Rolle. Weniger Fast Food, mehr frisches Obst und Gemüse, eventuell in Sticks geschnitten zum Knabbern. Vollkornbrot und Frischkäse sind eine gesunde Jause. Nüsse liefern zwischendurch einen Energieschub.
  • Alles, was Spaß macht: Das Spielen - vom Legobauen bis zum Ballwerfen - darf ebenfalls nicht zu kurz kommen, es fördert die Konzentration.
  • Beim Lernen nicht zu viel kontrollieren, überwachen und ausbessern sowie mit Kritik zurückhalten. Wird der Druck zu hoch, kann es sein, dass die Kinder ganz verweigern. Der Nachwuchs sollte schrittweise ermuntert werden, selbst verantwortlich für das zu sein, was es zu tun gilt und gehört gelobt, wenn es klappt.
  • Dem Nachwuchs zeigen, wie man scheinbar unlösbare Aufgaben in kleinen Schritten angehen kann.
  • Nicht stundenlang durchpauken. Immer wieder kurze Pausen einlegen lassen.

Lesen eignet sich gut, um sich konzentrieren zu lernen. Ein entsprechend spannendes oder lustiges Buch aussuchen, damit die Kinder dranbleiben. Auch Rätsel- und Suchbildbücher sind beliebt. Spielerisch die Konzentration fördern kann man z. B. mit dieser Übung: Die Aufgabe besteht darin, zu schätzen, wie viele Schritte es bis zu einem bestimmten Ziel braucht. Oder: Kurze Geschichten erzählen und darin Fehler einbauen, die der Nachwuchs erkennen soll. Dabei müssen die Kinder besonders bei der Sache sein.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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