Das Tiroler Marktforschungsinstitut IMAD hat die Umfrage Anfang Dezember unter 500 Tirolern durchgeführt. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:
Mit der Arbeit der Tiroler Landesregierung zufrieden sind 73,9 Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung Tirols sehen 54% besser als in den übrigen Bundesländern. 17,4% sagen, dass Tirol gleich gut dasteht, 28,6% meinen dagegen eher schlechter. Wird in Tirol viel für die Sicherheit getan? 72% sagen ja, 28% nein. Kümmert sich das Land um die Sicherung von Arbeitsplätzen? 63,6% meinen ja, 36,4% nein. Ist Tirol ein familienfreundliches Land? 85,7% sagen ja.
Wie ist es um die Bekanntheit der Tiroler Spitzenpolitiker bestellt? Günther Platter kennen 97,2%, Fritz Dinkhauser 95,2%, Hannes Gschwentner (SP) 93,2%, Anton Steixner 90,2%. Dahinter folgen Fritz Gurgiser (83,4%), LR Beate Palfrader (68,6%), FP-Chef Gerald Hauser (68,4%), LR Patrizia Zoller-Frischauf (66,2%), LR Bernhard Tilg (58,2%) sowie VP-Geschäftsführer Hannes Rauch (51%). Nach wie vor unter 30% liegt Finanz-LR Christian Switak (VP).
Wie schaut es mit den Sympathiewerten aus?
Da liegt LH Platter mit 75,3 Prozent in Führung. Mit 64,5 Prozent nimmt hier auch Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf einen Spitzenplatz ein. Hannes Gschwentner finden 61,4%, LR Beate Palfrader 56,7%, Patrizia Zoller-Frischauf 53,5% und LR Gerhard Reheis 46,8 Prozent sympathisch. Zu den Polarisierern gehören übrigens Fritz Gurgiser (knapp 50% finden ihn sympathisch, 38% weniger) und Fritz Dinkhauser – ihn finden fast gleich viel sympathisch wie unsympathisch, nämlich 45 Prozent.
Wen wählen die Tiroler?
46,3% nennen die VP, 15,9% die SP, 13% die Grünen, 11,5% die FP, 5,9% die liste fritz und 4,1% den neuen Tirol Klub Gurgiser-Schnitzer. Wen würden Sie im Falle einer Direktwahl zum Landeshauptmann wählen? 64,6% Platter, 10% Gschwentner, 6,8% Ingrid Felipe (sie ist die neu Chefin der Tiroler Grünen), 5,3% Gurgiser, 5,1% Dinkhauser und 2,9% Gerald Hauser.
"Fritz-Ehe" geschieden
Wie interpretiert Politikexperte Christian Traweger die Umfrage? "Landeshauptmann Platter ist auch bei Nicht-VP-Wählern sehr beliebt. Davon profitiert auch die Partei – die VP geht bei den Umfragen ständig nach oben." Wie sieht er das Duell Dinkhauser-Gurgiser? "Mit Gurgiser hat Dinkhauser einen wichtigen Stimmenlieferant verloren. Das ist wie bei einer geschiedenen Ehe: Nach der Gütertrennung hat sich Gurgiser mit der Hälfte des Kapitals – in diesem Fall sind des es Wählerstimmen – verabschiedet", sagt Traweger.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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