"Der Konsum von Kinderpornos ist eine der härtesten Taten, die nur mit einer Freiheitsstrafe zu bestrafen ist", erklärte Richter Norbert Hofer nach der Urteilsverkündung. Zudem würden sich die hohe Anzahl der Bilder und Videos, die massive Weitergabe der Daten, der lange Tatzeitraum von einem Jahr und die Vorstrafen des Deutschen erschwerend auswirken. Der Mann hatte sich zuvor schuldig bekannt, die Dateien vom Internet heruntergeladen und auf seinem Computer gespeichert zu haben. Von der Weiter- und Freigabe an Dritte wollte er nichts wissen.
"Ich habe Mist gebaut"
Oftmals frage er sich, weshalb er das getan habe, meinte der 39-jährige Vater eines Sohnes. Eine Erklärung suchte er in seiner Kindheit, in der er seinen Eltern wegen sexuellen Missbrauchs weggenommen wurde und im Heim aufwuchs. "Umso weniger verstehe ich es, dass sie sich anschauen, wie zweijährige Kinder mit verzerrten Gesichtern vergewaltigt werden und diese dabei 'Nein' schreien", versuchte der Vorsitzende dem Verurteilten sein Vergehen vor Augen zu führen. "Ich habe Mist gebaut und dazu stehe ich", meinte dieser. Die mehr als 3.000 Dateien werden vernichtet, die Datenträger eingezogen.
"Ich will damit nichts mehr zu tun haben", erklärte der Deutsche. Der Mann war im vergangenen April von der Polizei durchsucht worden, wobei das pornografische Material sichergestellt wurde. In Deutschland war er in der Vergangenheit bereits wegen Diebstahl und Betrug verurteilt worden.
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