Fr, 16. November 2018

Fatale Kettenreaktion?

21.08.2018 14:55

Ehemann: „Meine Frau erwürgte unsere Töchter“

Jener Fall, in dem ein Familienvater im US-Bundesstaat Colorado seine schwangere Ehefrau und die beiden gemeinsamen Töchter ermordet haben soll, wird immer absurder. Nun behauptet Ehemann Chris Watt, dass nicht er, sondern seine Frau die beiden jungen Mädchen aus Verzweiflung getötet habe, weil er sich von ihr trennen wollte. Erst daraufhin habe er - quasi als Kettenreaktion - in einem „Wutanfall“ seine 34-jährige Gattin umgebracht.

Chris Watts behauptete in einer Aussage vor Gericht, dass er seine Frau Shanann darüber informierte habe, dass er sich von ihr trennen will. Daraufhin habe die 34-Jährige geschockt reagiert, dann sei sie die Treppe nach oben gegangen. Er habe sich dabei aber nichts gedacht, meinte Watts.

Später will er über einen Babybildschirm gesehen haben, wie die verzweifelte Mutter ihre dreijährige Tochter Celeste würgte. Die vierjährige Bella sei zu diesem Zeitpunkt nach Watts Aussage bereits „ausgestreckt und tot“ in ihrem Bett gelegen und habe ein „ganz blaues Gesicht“ gehabt. Daraufhin habe er laut eigenen Angaben einen Wutanfall bekommen und seine Ehefrau erwürgt, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Die drei Leichen habe er dann in sein Dienstauto geladen und zu einer Ölverarbeitungsstätte gebracht, für die der 33-Jährige arbeitete.

Affäre mit Arbeitskollegin
Trotz seines Teilgeständnisses scheint es, als würde Watts immer nur die halbe Wahrheit erzählen. So verleugnete er vor der Polizei beispielsweise, dass er eine Affäre mit einer Kollegin hatte, was womöglich der Grund für die Trennung sein dürfte. Dass nicht er, sondern seine Frau Shanann für den Tod der Mädchen verantwortlich ist, bezweifeln die Ermittler allerdings. Eine DNA-Untersuchung soll diese Frage nun beantworten und Klarheit in den Fall bringen.

Vater wandte sich an Medien
Das ruhige Vorstadthäuschen soll am Montag zum Ort eines furchtbaren Verbrechens geworden sein:
 Nachdem von der zweifachen Mutter und den beiden Mädchen jede Spur fehlte, wandte sich Vater Chris Watts selbst an die Medien. Der 33-Jährige meldete seine Familie als vermisst und spielte zu Beginn den besorgten Ehemann. „Ich will meine Familie zurück. Ich will, dass sie sicher sind. Ich will sie unbedingt zurück“, zeigte er sich noch am Dienstag vor laufender Kamera besorgt.

Doch der 33-Jährige log. Er selbst soll für das Verschwinden seiner Familie gesorgt haben. Am Mittwoch wurde er verhaftet und wegen dreifachen Mordes sowie Behinderung der Justiz angeklagt. Watts befindet sich im Weld-County-Gefängnis in Gewahrsam.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Auftakt in Polen
Huber bester Österreicher in Wisla-Quali
Wintersport
Play-off-Hinspiel
U21-Team siegt und stürmt Richtung EM-Teilnahme
Fußball International
Nach 3:2-Triumph
Pöbel-Video! Kroate Lovren attackiert Sergio Ramos
Fußball International
Verlierer steigt ab
Nach 3:2-Wunder: Kroatien sagt England Kampf an
Fußball International
Streit um Arbeitszeit
Ministerin an Gewerkschaft: „Chance vergeigt“
Österreich
Landung abgebrochen
Drohne flog gefährlich nahe zu Bundesheer-Heli
Niederösterreich
Habsburg auf Rang 15
Mick Schumacher nur Quali-Neunter in Macao
Motorsport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.